Mitteilungsblatt 2/2026, 16. April 2026
Animated publication
02·2026 16.04.2026
Wir müssen zusammenstehen Editorial
Protesttag am 23. März 10.000 Demonstranten in Düsseldorf Seite 6
Nach erfolgreicher Premiere Langeoog-Fortbilung auch in 2026 Seite 28 Langeoog-Fortbildung auch in 2026
Seite 3
Ein Berufsstand geht auf die Straße
ICH HELFE DIR. NOCH HEUTE.
WEIL ES UM MENSCHEN GEHT. DIE APOTHEKE. WEIL ES UM MENSCHEN GEHT. DIE APOTHEKE.
EDITORIAL
Wir müssen zusammenstehen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
haben ihre Apotheken regelrecht zuplakatiert, Informationsstän de aufgebaut und ihre Patientinnen und Patienten aktiv über die aktuelle Lage informiert – während sie gleichzeitig, teilweise über die Notdienstklappe, weiterhin Arzneimittel abgegeben haben. In einem Ort haben sich drei Inhaberinnen zusammengeschlos sen, erhebliche Mittel investiert und eine eigene lokale Kampa gne gestartet – unter dem Motto: „Lass die Kirche im Dorf. Und das E-Rezept vor Ort.“ All das lange vor der Ankündigung des Protesttags. Dass eine solche Kampagne dann konsequent wei tergeführt wird, statt die Apotheke zu schließen, ist für alle nach vollziehbar, die selbst einmal ein solches lang geplantes Projekt umgesetzt haben. Ein hohes Gut unserer Selbstständigkeit ist es, Entscheidungen eigenverantwortlich treffen zu können – nicht auf Anweisung „von oben“. Es ist wichtig, sich gegenseitig zu mo tivieren an gemeinsamen Aktionen teilzunehmen. Ebenso wich tig ist es auch, dabei gegenseitig respektvoll und wertschätzend zu bleiben. Unser Berufsstand ist zu klein, um uns gegenseitige Vorwürfe oder gar Abwertungen leisten zu können. Deshalb gilt: Wir müssen – bei allen Unterschieden – zusammen stehen und uns mit vereinter Kraft politisch und gesellschaftlich konsequent einbringen. Jede und jeder auf seine und ihre Weise. Zusammen sind wir stark!
die Bilder aus der ganzen Republik waren beeindruckend. Der Protesttag am 23. März war eine kraftvolle, eine glaubwürdige Demonstration unserer politischen Forderungen. Danke an alle, die sich eingebracht haben. Ebenso wie in den Wochen davor, hat dieser Tag wie unter einem Brennglas gezeigt, was uns Apothekerinnen und Apotheker be wegt, wofür wir einstehen und was uns ausmacht. Auch wenn die langjährige Unterfinanzierung unserer Leistungen die größ te Bedrohung für die Arzneimittelversorgung und für unsere Existenz ist, zeigt sich in dieser Situation das große Verantwor tungsgefühl gegenüber unseren Patientinnen und Patienten. Wir wollen sie in ihrer Not nicht vor verschlossenen Apotheken türen stehen lassen. Wir wollen ihr Vertrauen in uns und unser Gesundheitssystem nicht aufs Spiel setzen, auch nicht um an einer Kundgebung teilzunehmen. Daher standen die Notdienst habenden Apotheken flächendeckend bereit für die notwendi ge Versorgungen. Einige haben ihre Apotheken nicht komplett geschlossen, weil es die zu versorgenden Pflegeheime nicht er möglichten oder Substitutionspatient*innen ihre Medikation pünktlich erhalten mussten. Sie im Stich zu lassen, ist für uns – schlicht ein „No-Go“. Hinzu kommt die kaufmännische Realität. Einen Montag zuschließen? „Nur wenn alle anderen im Ort auch mitmachen“, war ein Satz, den man vielerorts hörte. In kleineren Runden wurde zudem offen ausgesprochen, dass sich viele den wirtschaftlichen Verlust eines geschlossenen Montags kaum leisten können. Nach Jahren ohne spürbare Honorarsteige rung steht zahlreichen Betrieben das Wasser bis zum Hals. Und dennoch: Viele haben sich beteiligt, ihre Apotheke geschlossen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbei ter sind zu den Kundgebungen gefahren. Manche
Gabriele von Elsenau Overwiening Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe E-Mail: praesidium@akwl.de
INHALT · IMPRESSUM
Inhalt
06
PROTESTTAG AM 23. MÄRZ Deutliches Signal an die Politik: 10.000 Demonstranten in Düsseldorf, 25.000 bundesweit.
Editorial 03 Wir müssen zusammenstehen
Der Vorstand informiert 06 Protesttag: 10.000 Demonstranten in Düsseldorf 08 Ihr Kammervorstand / Ihre Ansprechpartner*innen 08 Am 27. Mai: Nächste Sitzung der Kammer- versammlung 09 Emotionen zum Abschied: Abschiedsveranstaltung für Dr. Andreas Walter Apothekerstiftung 10 Stiftungsvortrag: Vom Umgang mit der Macht 12 Mit Bestnote nach Schladming Öffentlichkeitsarbeit 13 Wenige Restplätze: Runder Tisch für Ruheständler*innen 13 Save the date: Brunch für junge Pharmazeut*innen 13 Save the date: WLAT 2027 14 Glück ist keine Glückssache: Jahresauftakt-Event der AKWL Recht 16 Versorgungsauftrag während der Apotheken Notdienstbereitschaft 17 NIS-2-Richtlinie für mehr Cybersicherheit Ratgeber Apothekenpraxis 18 Beratungsecke: Mit fiktiven Kunden schnell zum Cave-Check
IHR MITTEILUNGSBLATT IN NEUEM DESIGN
Das Mitteilungsblatt kommt ab dieser Ausgabe im neuen Gewand daher: gewohnt informativ und klar strukturiert, aber gestalterisch „ma gaziniger“, luftiger und moderner. Es soll noch mehr Spaß machen, sich auf dem Laufenden zu halten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Im Mitteilungsblatt finden Sie bei vielen Artikeln QR Codes, die direkt zu weiteren Infos oder Internetseiten füh ren. Zum Scannen benötigen Sie lediglich ein Smartphone
oder Tablet und eine kostenlose QR-Code-App aus dem App- oder Google-Play-Store. Nach dem Scannen erscheinen die hinterlegten Inhalte sofort auf Ihrem Gerät.
4 / AKWL Mitteilungs blatt
Impressum Mitteilungsblatt (MB) der Apothekerkammer Westfalen-Lippe Ausgabe 02/2026 Herausgeber Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Bismarckallee 25, 48151 Münster, Tel: 0251 520050, Fax: 0251 521650, E-Mail: info@akwl.de, Internet: www.akwl.de
20 Wechselwirkung zwischen Clopidogrel und Omeprazol 22 pDL – Sind Sie dabei: Support-Angebote der AKWL 24 Ein Fall von CIRS NRW 26 Save the Date & Einladung CIRS-Gipfel
Aus-/Fortbildung und AMTS
27 27 SMART-Pharmacist Program: vielversprechender Start PKA-Fortbildungstag der AKWL in Münster 28 „Anker lichten Meer Fortbildung auf Langeoog 2026“ 29 AKWL-Fahrt zum phamacon-Kongress Weiterbildung 30 Erfreuliche Bilanz: Fremdsprachen-/ Kenntnisprüfungen 32 Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen 32 Fortbildungspunkte: Jetzt auch für Weiterbildungs seminare nutzbar 33 Erfahrungsaustausch für Weitergebildete, Weiterzubildende und Ermächtigte 34 Ermächtigungen und Zulassungen „Anker lichten – Meer Fortbildung auf Langeoog 2026“ AKWL-Fahrt zum pharmacon-Kongress
Redaktion Michael Schmitz (V. i. S. d. P.), Sebastian Sokolowski
Layout Petra Wiedorn, Sebastian Sokolowski
Mitarbeiter*innen an dieser Ausgabe Kirsten Ambühl, Ute Behle, Angelika Brüning, Klaus Bisping, Sören Cromberg, Waltraud Dalhus, Wolfgang Erdmann, Laura Fährmann, Susanne Gerke, Annette Heitmann, Anita Hepe, Birte Kas senbrock, Ann-Lena Knüppe, Stefan Lammers, An nabelle Ludescher, Gerburg Mielsch, Margret Nagel, Juliane Niehus, Julia Podlogar, Dr. Sylvia Prinz, Tanja Rickermann, Michael Schmitz, Dr. Oliver Schwalbe, Sebastian Sokolowski, Heike Steen, Petra Wiedorn Das Mitteilungsblatt der Apothekerkammer Westfalen-Lippe erscheint regelmäßig circa alle zwei Monate. Am 29. Mai gibt es die Online Ausgabe Nr. 1/2026 mit der Berichterstattung zur Kammerversammlung. Das nächste reguläre Mitteilungsblatt wird am 7. August 2026 als Wendemagazin mit dem Fortbildung aktuell – Themen und Termine versandt. Der Bezugspreis ist für die Mitglieder der Apothekerkammer Westfalen-Lippe im Kammerbeitrag enthalten. Auflage Druckauflage: 6.100 Exemplare Online-Bezug: 2.347 Exemplare Nachdruck – auch in Auszügen – nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Gedruckt auf 100% Recyclingpapier.
Qualitätssicherung 33 Zertifizierte und rezertifizierte Apotheken
Ausbildung PKA/PTA
35 Leitfaden für Feedbackgespräche 35 PKA-Abschlussprüfung Winter 2025/2026 36 PKA ausbilden – eine strategische Entscheidung 38 Fachkräftemangel: Engpassanalyse 2026 Mixtum 39 Plakat des Arbeitskreises Anonyme Spurensicherung 39 Golf: Westfälisch-lippischer ApoCup am 25. Juni
Bildernachweise S. 6: © André Wagenzik S. 9, 13: © Michael C. Möller S. 10: © Lioba Werth S. 13 u., 15: © Yasmina Talhaui S. 3, 16, 23 © ABDA
S. 18: ©Reese/peopleimages.com – stock.adobe.com S. 21: © Kalinovsky Dmitry, 2012 – stock.adobe.com S. 25: © Pharmazeutische Zeitung S. 27: © Daniel Böhne, AKNR S. 28: © Monika Schlusemann S. 12, 29: © Alois Müller S. 30: © AKWL S. 37: © Monkey Business – stock.adobe.com S. 39 o.: © Birte Kassenbrock S. 39 u.: © Alberto Masnovo – stock.adobe.com S. 40 © Ina Richling S. 41 © AKWL S. 37: ©Monkey Business –stock.adobe.com
WIVA
40 pdl-Implementierung 41 Treffen des Netzwerks Stationsapotheker:in NRW pDL-Implementierung
42 Erteilte Erlaubnisse 42 In Memoriam
Der Geschäftsbericht 2025 ist online: www.akwl.de/ geschaeftsbericht/
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DER VORSTAND INFORMIERT
10.000 Demonstranten in Düsseldorf. 25.000 bundesweit.
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Geschlossene Apotheken, lautstarke Demonstrationen und kraftvolle Aussagen: Deutliches Signal an die Politik
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Mitarbeitende. Doch: „Wovon wollen wir die bezahlen?!“ Von der Kampagnen-Website waren im Vorfeld mehr als 150.000 Protestmateria lien heruntergeladen worden. In den vier Großstädten kamen insgesamt 2.000 De moschilder, 5.500 Klatschpappen, 7.000 Protestflyer und 2.500 Trillerpfeifen zum Einsatz. Das zeigt, wie geschlossen die ge samte Branche hinter unseren Forderun gen steht. Ein gewaltiges Medienecho quer durch die Republik war die Folge und sorgte da für, dass trotz der ansonsten die Nach richten dominierenden weltpolitischen Lage das Thema Gesundheit und auch die Bedeutung der Apotheken zum Thema wurden: Zahl- reiche große Nachrich tenagenturen,
> Die Zeichen standen auf Protest: Große Plakate in den Schaufens tern, geschlossene Apotheken überall im Land und Notdienst Apotheken, die die Stellung hielten, als der Berufsstand zu großen Teilen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße ging: Der Protesttag am 23. März sandte ein deutliches Signal an die Politik, die verstehen müsse, dass es eine flächendeckende, hochwertige Versorgung mit Arzneimitteln nicht „zum Nulltarif“ gibt. Die meisten Teams aus Westfalen-Lippe reisten zur Kundgebung nach Düsseldorf, einige waren auch in Berlin, Hannover und sogar in München dabei. Auf der Bühne in Düsseldorf sprach auch AKWL-Vorstands mitglied Dr. Hannes Müller: Für mehr Prävention in den Apotheken brauche es
TV-Sender, Radios und Regionalmedien berichteten im Vorfeld über die Protest aktionen und die Forderungen nach einer Honorarerhöhung; gemeinsame Presse informationen von Kammer und Verband Westfalen-Lippe fanden ihren Weg in die Medien, im Akkord wurden Presseanfragen beantwortet. Nun ist die Politik am Zug und die Bot schaft an Bundesgesundheitsminis terin Nina Warken klar: Es gilt, die im Koalitionsvertrag versprochene Erhöhung des Fixums schnellst möglich umzusetzen. <
DER VORSTAND INFORMIERT
DER VORSTAND INFORMIERT
Ihr Kammervorstand Ihre Ansprechpartner*innen Präsidentin Gabriele von Elsenau Overwiening Apotheke am Borkener Klinikum, Propst-Sievert-Weg 8, 46325 Borken, Tel.: 02861 9084900, E-Mail: g.overwiening@akwl.de Ihr Kammervorstand Ihre Ansprechpartner*innen Präsidentin Gabriele von Elsenau Overwiening Apotheke am Borkener Klinikum, Propst-Sievert-Weg 8, 46325 Borken, Tel.: 02861 9084900, E-Mail: g.overwiening@akwl.de Vizepräsident Frank Dieckerhoff Funkturm-Apotheke, Arcostraße 78, 44309 Dortmund, Tel.: 0231 253247, E-Mail: info@funkturm-apotheke.de Dr. Claudia Brüning c/o Stern-Apotheke, Ludgeristraße 66, 48143 Münster, Tel.: 0251 1345538, E-Mail: clcbruening@arcor.de Eva-Maria Gödde c/o Colosseum Apotheke Brüning, Altstadtstraße 32, 44534 Lünen, E-Mail: evagoedde@gmail.com Dr. Günter Hagenhoff Hagenhoff Beratung, Michaelstraße 21, 44329 Dortmund, E-Mail: g.hagenhoff@hagenhoff-beratung.de Vizepräsident Frank Dieckerhoff Funkturm-Apotheke, Arcostraße 78, 44309 Dortmund, Tel.: 0231 253247, E-Mail: info@funkturm-apotheke.de Dr. Claudia Brüning c/o Stern-Apotheke, Ludgeristraße 66, 48143 Münster, Tel.: 0251 1345538, E-Mail: clcbruening@arcor.de Eva-Maria Gödde c/o Colosseum Apotheke Brüning, Altstadtstraße 32, 44534 Lünen, E-Mail: evagoedde@gmail.com Pharmazie am See OHG, Weseler Straße 20, 45721 Haltern am See, Tel.: 02364 7566, E-Mail: hannes.mueller1@gmail.com Sandra Potthast c/o Höke's Alte-Apotheke Weitmar, Hattinger Straße 334, 44795 Bochum, Tel.: 0234 431421, E-Mail: sandrapotthast07@gmail.com Sandra Potthast c/o Höke's Alte-Apotheke Weitmar, Hattinger Straße 334, 44795 Bochum, Tel.: 0234 431421, E-Mail: sandrapotthast07@gmail.com Dr. Hannes Müller Römer-Apotheke Pharmazie am See OHG, Weseler Straße 20, 45721 Haltern am See, Tel.: 02364 7566, E-Mail: hannes.mueller1@gmail.com Dr. Hannes Müller Römer-Apotheke Dr. Günter Hagenhoff Hagenhoff Beratung, Michaelstraße 21, 44329 Dortmund, E-Mail: g.hagenhoff@hagenhoff-beratung.de Ina Richling, PharmD c/o Zentralapotheke des St.-Johannes-Hospital Dortmund SJG St. Paulus GmbH, Johannesstraße 9-17, 44137 Dortmund E-Mail: ina.richling@gmx.de Ina Richling, PharmD c/o Zentralapotheke des St.-Johannes-Hospital Dortmund SJG St. Paulus GmbH, Johannesstraße 9-17, 44137 Dortmund E-Mail: ina.richling@gmx.de Dr. Lars Ruwisch Hirsch-Apotheke am Markt, Lange Straße 63, 32791 Lage, Tel.: 05232 951050, E-Mail: ruwisch@hirsch-apotheke-lage.de Dr. Philipp Schulte-Mecklenbeck Bären-Apotheke Pharmazie am See OHG, Rekumer Str. 18, 45721 Haltern am See, Tel.: 02364 2600, E-Mail: schultemecklenbeck@gmail.com Christine Weber c/o Amts-Apotheke, Alte Bahnhofstr. 82, 44892 Bochum, Tel.: 0234 280717, E-Mail: christine.weber@mailbox.org Dr. Philipp Schulte-Mecklenbeck Bären-Apotheke Pharmazie am See OHG, Rekumer Str. 18, 45721 Haltern am See, Tel.: 02364 2600, E-Mail: schultemecklenbeck@gmail.com Christine Weber c/o Amts-Apotheke, Alte Bahnhofstr. 82, 44892 Bochum, Tel.: 0234 280717, E-Mail: christine.weber@mailbox.org Dr. Lars Ruwisch Hirsch-Apotheke am Markt, Lange Straße 63, 32791 Lage, Tel.: 05232 951050, E-Mail: ruwisch@hirsch-apotheke-lage.de
Nächste Sitzung der Kammer versammlung Nächste Sitzung der Kammer versammlung
> Am Mittwoch, 27. Mai 2026, findet ab 10:00 Uhr im Park hotel Hohenfeld (Dingbängerweg 400, 48161 Münster) die fünfte Sitzung der Kammerversammlung sowie die zweite Vertreterversammlung (Beginn: 14.00 Uhr) des Versorgungs werkes der Apothekerkammer der 18. Wahlperiode statt. > Am Mittwoch, 27. Mai 2026, findet ab 10:00 Uhr im Park hotel Hohenfeld (Dingbängerweg 400, 48161 Münster) die fünfte Sitzung der Kammerversammlung sowie die zweite Vertreterversammlung (Beginn: 14.00 Uhr) des Versorgungs werkes der Apothekerkammer der 18. Wahlperiode statt.
Die aktuellen Tagesordnungen stellen wir eine Woche vor der Sitzung im Mitgliederbereich der Kammerwebsite unter für Sie bereit: https://www. akwl.de/aktuelle-berichte/. Die Sitzung der Kammerversammlung ist für die Kammerangehörigen öffentlich. Der Vorstand der AKWL würde es be grüßen, wenn möglichst viele Kolleginnen und Kollegen, die nicht Mitglied der Kammerversammlung sind, durch ihre Teilnahme ihr Interesse für un sere Arbeit bekunden und die Informationsmöglichkeit wahrnehmen. < Die aktuellen Tagesordnungen stellen wir eine Woche vor der Sitzung im Mitgliederbereich der Kammerwebsite unter für Sie bereit: https://www. akwl.de/aktuelle-berichte/. Die Sitzung der Kammerversammlung ist für die Kammerangehörigen öffentlich. Der Vorstand der AKWL würde es be grüßen, wenn möglichst viele Kolleginnen und Kollegen, die nicht Mitglied der Kammerversammlung sind, durch ihre Teilnahme ihr Interesse für un sere Arbeit bekunden und die Informationsmöglichkeit wahrnehmen. <
Bitte melden Sie sich vorab in der Kammer geschäftsstelle bei Tanja Rickermann an. Telefon: 0251 52005-16 E-Mail: t.rickermann@akwl.de
Bitte melden Sie sich vorab in der Kammer geschäftsstelle bei Tanja Rickermann an. Telefon: 0251 52005-16 E-Mail: t.rickermann@akwl.de
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8 / AKWL Mitteilungs blatt
Emotionen zum Abschied. Und Currywurst.
Stehende Ovationen für Dr. Andreas Walter, der seine Ehefrau Christine auf die Bühne geholt hatte (großes Foto). Moderiert wurde die Abschiedsveranstaltung u.a. von Walters Nachfolger Michael Schmitz (s.o.).
> Den Staffelstab hatte Dr. Andreas Walter schon zwei Wo chen vorher an seinen Nachfolger Michael Schmitz übergeben. Ende Januar folgte schließlich sein feierlicher Abschied als Hauptge schäftsführer. Es war ein kurzwei liges Event mit Familie, Freunden, Kollegen und Weggefährten im GOP Varieté-Theater – geprägt von Wertschätzung und Emotionen. Stehende Ovationen gab's am Ende für Andreas Walter auf der Bühne des GOP in Münster, als er selbst auf die Bühne trat, um sich zu verabschieden und zu be danken für all die Jahre, die „ich für diese Kammer arbeiten durfte. Ich habe es im mer gerne getan. Es war mir eine Ehre.“ Zuvor hatte Kammerpräsidentin Gabriele
von Elsenau Overwiening seine Verdiens te gewürdigt: „Was du, lieber Andreas, für die Kammer und damit für die Apotheke rinnen und Apotheker geleistet hast, war mehr als außergewöhnlich.“ In Walters Ära fielen zahlreiche Verände rungen und Neuerungen: von der Einfüh rung des Fortbildungsschecks bis hin zur Notdienstreform, mit der die Kammer ihrer Zeit voraus gewesen sei und welche die Kolleg*innen vor Ort massiv entlastet hätten, so die Präsidentin. Eingebettet in ein artistisches Rahmenpro gramm des Varieté führten die Moderato ren Michael Schmitz und AKWL-Vorstands mitglied Dr. Claudia Brüning (sie hatte einst gemeinsam mit Walter Pharmazie studiert) galant und kurzweilig durch das Programm. Moderierten dabei eine Walter Version von „Wer wird Millionär“ mit dem
AKWL-Führungskreis als Rateteam und blickten gemeinsam mit der Hauptperson des Tages in einem Talkformat zurück auf seine Zeit in der Apothekerkammer. Emo tionaler Höhepunkt waren filmisch ein gefangene Wünsche der Kolleg*innen aus der Geschäftsstelle – untermalt von Peter Gabriels „The Book of Love“. Gegessen wurde natürlich auch. Und während die Kellner*innen in Windesei le „Fisch, Fleisch oder Vegetarisch“ ser vierten, ging der Ehrengast zunächst leer aus. Bis sich eine auf Hochglanz pollierte Cloche mit einem Kellner dran näherte und eine doppelte Portion Pommes mit Currywurst servierte. Der Klassiker, den seine Assistentin immer für ihn bestellte, wenn Walter „mal wieder“ vergessen hat te, in der Kantine zu bestellen. Jeder wuss te: Damit liegt man immer richtig. <
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Vom Umgang mit der Macht 18. Vortragsveranstaltung der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe mit Professorin Lioba Werth am 19. September 2026 im Erbdrostenhof.
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APOTHEKERSTIFTUNG
Professorin Lioba Werth aus Münster ist renommierte Expertin für Organisations- und Wirtschaftspsychologie. Seit über 25 Jahren begleitet sie Personen im oberen und mittleren Management, Nachwuchskräfte und Freiberuf ler im Rahmen von Trainings, Coachings und Beratungen.
> Die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe lädt zur 18. Vortrags veranstaltung ein. Unter dem Titel „Vom Umgang mit der Macht“ erwartet die Teilnehmenden ein spannender und praxisnaher Einblick in ein Thema, das im beruflichen wie im persönlichen All tag eine zentrale Rolle spielt. Als Referentin hat die Stiftung Professorin Lioba Werth aus Müns ter gewonnen, und damit eine renommierte Expertin für Organi sations- und Wirtschaftspsychologie. Seit über 25 Jahren beglei tet sie Führungskräfte, Nachwuchstalente und Freiberufler*innen in Trainings, Coachings und Beratungen. In ihrem Vortrag be leuchtet sie, wie Macht unser Denken und Handeln beeinflusst, und stellt anschaulich die psychologischen Mechanismen hinter diesen Veränderungen dar. Dabei verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Beispielen und einem lebendigen Vortragsstil.
Die Veranstaltung findet am Samstag, 19. September 2026, von 15:00 bis ca. 17:30 Uhr im Erbdrostenhof in Münster statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Für die Veranstaltung werden zwei Fort bildungspunkte vergeben. Die Teilnehmerzahl im historischen Saal ist begrenzt, die Plätze werden nach Eingang der Anmeldun gen vergeben. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zum Aus tausch bei einem kleinen Umtrunk. Weitere Informatio nen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: www.akwl.de/stiftungsvortrag <
Melden Sie sich hier zur Vortragsveranstaltung der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe an.
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APOTHEKERSTIFTUNG
Gutschein der Apothekerstiftung eingelöst: Beim diesjährigen pharma con in Schladming war auch Henriette Dähnhardt (Mitte) dabei. Sie hat te sich Ticket und Reisekosten durch ihre herausragenden Leistungen im Studium verdient: Wer an der Uni Münster alle Prüfungsfächer im zweiten Staatsexamen mit der Bestnote „Sehr gut“ besteht, erhält den Stiftungspreis der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe. Damit verbunden ist ein Gutschein für eine pharmacon-Teilnahme nach Wahl. Dieses Mal fuhr Henriette Dähnhardt (Preisträgerin 2021) mit nach Schlad ming. Ute Behle (rechts) und Dr. Sylvia Prinz, Bereichsleiterinnen bei der AKWL, begrüßten die Preisträgerin persönlich vor Ort. Mit Bestnote nach Schladming
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ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Wenige Restplätze: „Runder Tisch für Ruheständler*innen“
als kundige Naturforscher“ beleuchtet er die historische Rolle der Apotheker als Naturforscher und gibt zugleich Einblicke in aktu elle Themen wie Klimawandel, Artenschutz und die floristische Erforschung Westfalens. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum weiteren Austausch in kollegialer Runde. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben. Eine Anmeldung ist erforderlich über den Veranstaltungskalender unter: www.akwl.de. Park möglichkeiten stehen am Tagungshotel sowie im umliegenden Wohngebiet kostenfrei zur Verfügung. <
> Wir laden Sie herzlich zum 13. Runden Tisch für Ruhe ständler*innen ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 28. April 2026, um 15:00 Uhr im DRK-Tagungshotel „Dunant“ in Münster (Sperlichstr. 27) statt. Neben dem geselligen Austausch bei Kaffee und Kuchen erwar tet Sie im Rahmen der „Senioren-Akademie“ ein interessanter Fachvortrag: Dr. Bernd Tenbergen, stellvertretender Direktor und Leiter des Referats Biologie am LWL-Museum für Naturkunde, nimmt Sie mit auf eine spannende Bilderreise durch drei Jahrhun derte. In seinem Vortrag „Pflanzen, Tiere, Mineralien: Apotheker
Melden Sie sich hier zum „Runden Tisch für Ruheständler*innen“ an. Bis zum Redaktionsschluss gab es noch einige Restplätze.
Save the date: Brunch für junge Pharmazeut*innen
> Am Sonntag, 1. November 2026, findet der nächste Brunch für junge Pharmazeut*innen ab 10:00 Uhr im Stadthotel Münster statt. Persönlich per E-Mail eingeladen werden alle Kammermit glieder, die bis Jahresende das 41. Lebensjahr noch nicht vollen det haben. <
Save the date: WLAT am 24./25. April 2027 > Termin und Ort des nächsten Westfälisch-lippischen Apothe kertags stehen fest: Der 11. WLAT findet am 24. und 25. April 2027 in Münster statt, und zwar im Messe- und Congress Cen trum Halle Münsterland. Am Abend des 24. April ist zudem wie der ein Abendevent geplant. Der WLAT der Apothekerkammer Westfalen-Lippe ist der größte regionale Fortbildungskongress im deutschsprachigen Raum. <
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ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Glück ist keine Glückssache
Jahresauftakt-Event der Apothekerkammer Westfalen Lippe mit inspirierendem Impulsvortrag
> Unter dem Motto „Glück ist keine Glückssache“ ist die Apo thekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) mit ihrer Jahresauftakt veranstaltung in das Kammerjahr 2026 gestartet. In der „Cloud“ des Factory Hotels am Germania Campus Münster folgten knapp 200 Kammerangehörige und Gäste der Einladung zu einem eben so wissenschaftlich fundierten wie lebensnahen Impulsvortrag der Münsteraner Wirtschafts- und Organisationspsychologin Professorin Lioba Werth. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Men schen tatsächlich glücklich macht – und was nicht. Gleich zu Beginn räumte Werth mit verbreiteten Mythen auf: Glück sei weder angeboren noch primär von äuße ren Umständen abhängig. „Die Umstän de entscheiden nicht maßgeblich über
sondern müssten aktiv gestaltet werden: durch Zeit und Wertschätzung. Auch Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit wirk ten dabei doppelt: Sie machten nicht nur die Empfänger*innen, sondern auch die Gebenden glücklicher. Ebenso wichtig sei der konstruktive Umgang mit Krisen, Stress und Verletzungen. Wer lerne, sich selbst und anderen zu vergeben, schaffe Raum für einen inneren Neustart. Weitere Glücksfaktoren seien das Erle ben von Flow, also das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit, der bewusste Genuss im Hier und Jetzt sowie das Setzen sinn voller Ziele. „Glückliche Menschen haben ein Projekt, keine Leere“, so Werth. Auch das Thema Selbstfürsorge dürfe nicht un terschätzt werden: Bewegung, Meditati on und ein achtsamer Umgang mit sich selbst seien wirkungsvolle Glücksbringer – für Leib und Seele. Kammerpräsidentin Gabriele von Elsenau Overwiening dankte Lioba Werth für den
unser Glücklichsein“, machte die Referen tin deutlich. Vielmehr liege ein erheblicher Teil des Glückserlebens in der eigenen Haltung, im Denken und im Verhalten. Anhand anschaulicher Grafiken, Studien ergebnisse und alltagsnaher Beispiele zeigte Werth, dass Glück kein dauerhafter Zustand, sondern ein dynamischer Prozess ist, für den wir in großem Maße selbst ver antwortlich sind. Bewusstes Handeln, be tonte Werth, könne dabei helfen, mehr Zufriedenheit im Alltag zu erleben. Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte „Glücksaktivitäten“, die wissenschaftlich gut belegt sind. Dazu zählen unter ande rem Dankbarkeit und Optimismus, der bewusste Umgang mit Grübeleien („die bringen niemanden weiter“) und sozialen Vergleichen („lassen Sie das“) sowie das Pflegen tragfähiger sozialer Beziehungen. Besonderes Augenmerk legte die Refe rentin auf zwischenmenschliche Aspekte: Beziehungen seien keine Zufallsprodukte,
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Kammerpräsidentin Gabriele von Elsenau Overwiening gemeinsam mit AKWL Hauptgeschäftsführer und Moderator des Abends, Michael Schmitz.
inspirierenden Vortrag, der zahlreiche Im pulse für den beruflichen und privaten Alltag geliefert habe. Die Jahresauftakt Veranstaltung sei eine gelungene Premi ere für die AKWL – „und vielleicht sollte daraus ja ein jährliches Ritual werden“. <
Weitere Eindrücke der Veranstaltung finden Sie im Video auf unserem YouTube-Kanal.
Professorin Lioba Werth behandelte in ihrem Vortrag die Frage, was Menschen wirklich glücklich macht – und was nicht.
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RECHT
Versorgungsauftrag während der Apotheken- Notdienstbereitschaft
> Beschwerden über Versorgung durch Notdienst apotheken: Die Apothekerkammer Westfalen Lippe geht im Rahmen ihrer Zuständigkeit für die Aufsicht über das berufliche Verhalten ihrer Mit glieder auch Beschwerden nach, die sich auf die Apothekennotdienstbereitschaft beziehen.
Hier ist zunächst festzuhalten, dass die Zahl solcher Beschwerden in Relation zur Anzahl der insgesamt abgeleisteten Apotheken notdienste verschwindend gering ist. Dies belegt, dass der Apo thekennotdienst flächendeckend sichergestellt ist und ordnungs gemäß wahrgenommen wird. In letzter Zeit kam es allerdings zu einigen wenigen Beschwerden von Kund*innen, die sich auf die Art und Weise der Versorgung durch Notdienstapotheken bezie hen. Aus diesem Anlass sollen die mit der Apothekennotdienst bereitschaft einhergehenden Versorgungspflichten nachfolgend näher erläutert werden: In den Beschwerden wurde darüber berichtet, dass seitens der aufgesuchten notdiensthabenden Apotheken darauf hingewie sen worden sei, dass die Apothekennotdienstbereitschaft ledig lich für „richtige“ Notfälle vorgesehen sei und man die Apotheke für die gewünschte reguläre Arzneimittelversorgung zu den übli chen Öffnungszeiten aufsuchen soll. Dabei kam es beispielswei se dazu, dass der Wunsch eines Kunden nach einem apotheken pflichtigen Arzneimittel als Bagatelle abgetan wurde, für die die Apothekennotdienstbereitschaft nicht vorgesehen sei. In einer Beschwerde wurde sogar geschildert, dass die notdiensthaben de Apotheke per Aushang die Erhebung einer Notdienstgebühr von 25 Euro angekündigt hätte, sofern kein Rezept des ärztlichen Notdienstes vorgelegt werden kann.
handelt, der nur für Notfälle oder die notfallmäßige Versorgung vorgesehen ist. Vielmehr ist die Apothekennotdienstbereitschaft Teil der regulären Verpflichtung aller Apotheken zur Wahrneh mung der ständigen Dienstbereitschaft. So sind Apotheken nach § 23 Abs. 1 Apothekenbetriebsordnung grundsätzlich zur stän digen Dienstbereitschaft verpflichtet. Das heißt, dass jede Apo theke eigentlich an jedem Tag im Jahr rund um die Uhr dienstbe reit – also geöffnet – sein müsste, womit die Sicherstellung der jederzeitigen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung gewähr leistet werden soll. Zur Entlastung aller Apotheken werden die se allerdings wechselseitig von der Verpflichtung zur ständigen Dienstbereitschaft durch die Kammer befreit – insbesondere an Sonn- und Feiertagen, des Nachts und zu Tagesrandzeiten. Dies gilt allerdings nicht für alle Apotheken. Eine bestimmte Anzahl an Apotheken bleibt auch zu diesen Zeiten zur Dienstbereitschaft verpflichtet und nimmt die Apothekennotdienstbereitschaft wahr. Damit werden zwei Ziele verfolgt:
Apothekennotdienst: kein klassischer Notfalldienst
Insoweit ist zunächst festzuhalten, dass es sich bei der Apotheken notdienstbereitschaft nicht um einen klassischen Notfalldienst
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1. Wechselseitige Entlastung von Kolleginnen und Kollegen: Eine Apotheke nimmt für viele andere Apotheken die Dienst bereitschaft wahr, damit diese zeitweise von der Dienstbe reitschaftspflicht befreit werden können sowie 2. Aufrechterhaltung der mit der Dienstbereitschaft einherge henden Aufgabe, die Arzneimittelversorgung der Bevölke rung zu jeder Tages- und Nachtzeit sicherzustellen. Nicht zuletzt erfüllen Apothekerinnen und Apotheker damit auch ihre im öffentlichen Interesse liegende besondere Funktion als freier Beruf bzw. Heilberuf, die Bevölkerung mit Arzneimitteln zu versorgen und so hilfesuchenden Kunden zu helfen. Da es sich bei der Apothekennotdienstbereitschaft damit um ei nen Teil der regulären Dienstbereitschaft der Apotheke handelt, gilt währenddessen auch die übliche Versorgungspflicht bzw. der sog. „Kontrahierungszwang“. Damit besteht während der Apo thekennotdienstbereitschaft die reguläre und uneingeschränk te Verpflichtung, Kunden mit verschreibungspflichtigen und apothekenpflichtigen Arzneimitteln (sowie Medizinprodukten) zu versorgen. Dabei ist es keine Voraussetzung, dass bei einem Kunden, der eine Apotheke während der Apothekennotdienstbe reitschaft in Anspruch nimmt, tatsächlich eine notfallmäßige Si tuation vorliegt. Die notdiensthabende Apotheke darf die Versor gung von Kund*innen hiervon also auch nicht abhängig machen. Notdiensthabende Apotheken dürfen auch keine vergleichbaren Maßnahmen treffen, die ihre Inanspruchnahme erschweren oder Kund*innen davon abhalten sollen – etwa die Erhebung der ein gangs angeführten „Gebühr“ für den Fall, dass kein Rezept des ärztlichen Notdienstes vorgelegt werden kann oder die Diskussi on mit einem Kunden, ob die Inanspruchnahme des Apotheken notdienstes tatsächlich notwendig ist. Selbstverständlich besteht außerhalb des geschilderten Kontrahierungszwangs Vertragsfrei heit. Damit greift keine Versorgungpflicht, wenn Kunden nachts Es gilt die Versorgungspflicht
– das Beispiel ist bewusst drastisch gesetzt – etwa Taschentücher bei einer notdiensthabenden Apotheke erwerben wollen.
Apothekennotdienstbereitschaft ordnungsgemäß wahrnehmen
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass es selbstver ständlich auch zu den apothekerlichen Berufspflichten gehört, die Apothekennotdienstbereitschaft ordnungsgemäß wahrzu nehmen. In dem Zusammenhang sollen folgende Berufspflichten noch besonders hervorgehoben werden: Apothekerinnen und Apotheker sind u. a. dazu verpflichtet, sich gegenüber Kollegin nen und Kollegen kollegial zu verhalten und das Ansehen des Be rufsstands und des Betriebs zu wahren, in dem sie tätig sind, § 2 Berufsordnung der Apothekerkammer Westfalen Lippe. Werden Kunden während der Apothekennotdienstbereitschaft in einzel nen Apotheken trotz Verpflichtung nicht versorgt, werden sich diese Kunden regelmäßig an eine andere notdiensthabende Apo theke für ihre Versorgung wenden. Diese Apotheke würde dann in erhöhtem Maße belastet, was unkollegial ist. Zudem kann sich das eingangs geschilderte Verhalten Einzelner schnell nachteilig auf das hohe Ansehen des gesamten apothe kerlichen Berufsstands in der Bevölkerung auswirken. Denn in der Bevölkerung kann wegen solcher Einzelfälle schnell der Gesamteindruck entstehen, dass Apothekerinnen und Apo theker ihren Versorgungspflichten insgesamt nicht verlässlich nachkommen. Dies haben auch sämtliche der angeführten Be schwerden gemeinsam. Alle Kunden bemängelten – mehr oder weniger deutlich – wie die von den Beschwerden betroffenen Apothekerinnen und Apotheker ihren Beruf bzw. die Apotheken notdienstbereitschaft leben und verstehen. Es ist daher auch im Interesse des gesamten Berufsstands, dass die Apothekennot dienstbereitschaft ordnungsgemäß wahrgenommen wird. <
Umsetzung der NIS-2-Richtlinie für mehr Cybersicherheit > Am 6. Dezember 2025 ist das Gesetz zur Umsetzung der europäischen Cybersicher heitsrichtlinie NIS-2 („Zweite Richtlinie zur Sicherung von Netz- und Informationssyste men“) in Kraft getreten. Ziel der Richtlinie ist es, eine stabile und sichere IT-Infrastruktur zu gewährleisten und Cyberangriffe abzuwehren. Auch Apotheken können unter gewis sen Voraussetzungen in deren Anwendungsbereich fallen. Relevant sind insoweit die Zahl der jährlich abgegebenen verschreibungspflichtigen Arzneimittelpackungen oder die Mitarbeiterzahl und der Jahresumsatz. Inhaberinnen und Inhaber von Apotheken sollten daher prüfen, ob ihr Betrieb von der Richtlinie betroffen ist. < Weitere Informationen – insbesondere zur Anwen dung der Richtlinie auf Apotheken und zu einem individuellen IT-Sicher heitskonzept – finden Sie im Mitgliederbereich auf akwl. de (www.akwl.de/recht von-a-z/)
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Fiktive Kunden können zu einem wirkungsvollen Instrument werden, um Kontraindikationen auch bei Laufkundschaft systematisch zu prüfen – und Ihre Beratung effektiver zu machen.
Warum fiktive Kunden im Alltag helfen?
Prinzip: Fiktive Kunden als Beratungsprofile
In Ihrem Warenwirtschaftssystem legen Sie fiktive Kunden an, die bestimmte Risikomerkmale oder Lebenssituationen repräsen tieren – etwa „Epilepsie“, „Schwangerschaft“ oder „Lactoseinto leranz“. Der Vorteil: Sobald eine Laufkundin bzw. ein Laufkunde eine relevante Konstellation schildert (z. B. Wettkampfsport, Schwangerschaft, Alkoholabhängigkeit), können Sie mit wenigen Klicks prüfen, ob das gewünschte Präparat oder ein Alternativvor schlag passend ist. Kommt ein Laufkunde mit einem Präparatewunsch bei Schlafstö rungen und gibt auf Nachfrage den Hinweis, er leide an Epilep sie, können Sie den zuvor angelegten fiktiven Kunden „Epilepsie“ auswählen. In dessen CAVE-Daten ist der Zustand „Epilepsie“ als statische Eigenschaft hinterlegt, damit das Profil dauerhaft für solche Fälle nutzbar bleibt. Geben Sie nun das gewünschte Präparat in die Kasse ein, infor miert Sie das CAVE-Symbol direkt, ob ein Risiko besteht. Im Bei spiel zeigt das System eine Anwendungsrisiko-Meldung, weil es Konkretes Beispiel: „Epilepsie“ in der Beratung
> Die individuelle Beratung zum Arzneimittel ist eine Kerndienstleistung der Apotheke – auch bei Laufkundschaft ohne Eintrag in der Kunden kartei. Softwaregestützte Checks wie das CAVE Modul greifen aber nur dann zuverlässig, wenn relevante Gesundheitsdaten hinterlegt sind.
Genau hier setzen fiktive Kund*innen an: Sie ermöglichen, typi sche Risikokonstellationen schnell und strukturiert zu prüfen, ohne echte Patient*innendaten zu speichern. So können Sie auch bei einmaligen Kundenbesuchen gezielt Ri siken erkennen, Kontraindikationen vermeiden und geeignete Therapiealternativen vorschlagen. Gleichzeitig bleibt der Bera tungsprozess effizient, weil Sie nicht jedes Mal bei null beginnen müssen, sondern auf vorbereitete Profile zurückgreifen.
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RATGEBER APOTHEKENPRAXIS
Beratungsecke Mit fiktiven Kunden
schnell zum Cave-Check
für den Wirkstoff eine Kontraindikation bei Epilepsie gibt. Sie kön nen dann gezielt auf unkritische Alternativen ausweichen.
und ggf. als statisch oder temporär kennzeichnen. Bei Bedarf unterstützt die Vergleichssuche Sie dabei, geeignete Alternativ präparate mit gleicher Indikation, aber anderer Wirkstoffkonstel lation zu finden.
Weitere sinnvolle fiktive Kundenprofile
Damit Ihre Kontraindikations-Prüfung im Alltag breit aufgestellt ist, lohnt sich ein Set gut definierter fiktiver Kund*innenprofile. Mögliche Beispiele sind:
Praktische Hinweise und Stolperfallen
Achten Sie darauf, nach dem CAVE-Check den fiktiven Kunden wieder aus dem Verkaufsvorgang zu entfernen, damit Kundenna men wie „Leistungssportler“ oder „Schwangerschaft“ nicht auf dem Kassenbon erscheinen. Vermeiden Sie es, echte Abverkäufe dauerhaft auf diese fikti ven Kunden zu buchen, um unerwünschte Interaktionsmeldun gen aus vermeintlicher „Eigenmedikation“ des fiktiven Profils zu verhindern. Wenn Sie diese Punkte beachten, werden fiktive Kunden zu ei nem wirkungsvollen Instrument, um Kontraindikationen auch bei Laufkundschaft systematisch zu prüfen – und Ihre Beratung effektiver zu machen. <
• Schwangerschaft • Stillzeit • Alkoholabhängigkeit • Laktoseintoleranz • Fruktoseintoleranz • Diabetes • Hypertonie • Herzinsuffizienz/KHK • Niereninsuffizienz • Asthma • Leistungssportler*in
Je nach System können Sie im Bereich Risikomanagement die re levanten Erkrankungen, Zustände und Risikofaktoren zuordnen
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RATGEBER APOTHEKENPRAXIS
Wechselwirkung zwischen Clopidogrel und Omeprazol
Relevant oder nicht?
> In der Abteilung für Arzneimit telinformation und Medikations management begegnet uns häufig die Frage nach der Relevanz der Interaktion zwischen Clopidogrel und Omeprazol, auch weil eine Komedikation in dem betreffenden Patientenkollektiv – zum Beispiel bei dualer Antiplättchentherapie – häufig ist. Wie ist die aktuelle Datenlage zu dieser Fragestellung? Bei der gleichzeitigen Anwendung von Clopidogrel und Omeprazol bzw. Esome prazol zeigt die ABDA-Datenbank eine mittelschwere Interaktion an, begründet mit einer möglicherweise verminderten thrombozytenaggregationshemmenden Wirkung von Clopidogrel. Eine formale Kontraindikation besteht zwar nicht, aber die Fachinformationen raten „als Vor sichtsmaßnahme“ von der gleichzeitigen Anwendung ab, obwohl die klinische Rele vanz ungewiss sei.
In der amerikanischen Fachinformation ist die Formulierung strenger („avoid con comitant use“). Auch die Interaktionsda tenbanken Lexicomp und Drugdex emp fehlen, die gleichzeitige Anwendung zu vermeiden. Der Mechanismus der Interaktion ist plausibel. Clopidogrel ist ein Prodrug; erst durch die Oxidation zu 2-Oxo-Clopidogrel und anschließende Hydrolyse entsteht der aktive Metabolit. Die Oxidation wird neben anderen CYP-Enzymen auch von CYP2C19 katalysiert; somit kann die An wesenheit eines CYP2C19-Inhibitors wie (Es-)Omeprazol die Aktivierung reduzieren und zu verminderten Plasmaspiegeln des Metaboliten führen. Da die Interaktion auf metabolischer Ebene stattfindet, ist sie auch durch einen zeitlichen Abstand der beiden Substanzen nicht zu verhindern. Klinische Studien zeigen keine starke Evi denz für eine erhöhte Rate von ischämi schen Ereignissen oder Stentthrombosen
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Die Abteilung für Arzneimittelinformation und Medikationsmanagement geht hier auf die häufig gestellte Frage nach der Relevanz der Interaktion zwischen Clopidogrel und Omeprazol ein.
bei gleichzeitiger Anwendung beider Substanzen. Dennoch weisen auch die relevanten Leitlinien – beispielsweise der Europäischen Gesellschaft für Kardiolo gie – auf die Interaktion hin und betonen, dass die Problematik bei Pantoprazol oder Rabeprazol deutlich geringer ausgeprägt ist. 1 In einem gemeinsamen Positionspa pier der Deutschen Gesellschaft für Ver dauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) wird empfohlen, bei einer Indikation für PPI und Clopidogrel auf Omeprazol zu verzichten. Unter pharma kologischen Gesichtspunkten ist der Ein satz von Pantoprazol und Rabeprazol am wenigsten bedenklich. 2 In der Regel gibt es keine klinische Notwendigkeit für den Einsatz von Omeprazol oder Esomeprazol, sodass ein Wechsel auf z. B. Pantoprazol problemlos möglich ist. Keinesfalls sollte ein PPI bei gesicherter Indikation ersatzlos gestrichen werden. Auch bei Vorliegen ei ner Helicobacter-pylori-Infektion, bei der
häufig Omeprazol verordnet wird bzw. auch in den Kombinationspräparaten ent halten ist, ist der Einsatz eines alternativen PPI möglich. Andere Thrombozytenaggregationshem mer wie Prasugrel oder Ticagrelor weisen diese Interaktion nicht auf; eine Umstel lung der Antiplättchentherapie ist aber in der Regel komplizierter als die Umstellung des PPI. < 1 2017 ESC focused update on dual antiplatelet therapy in coronary artery disease developed in collaboration with EACTS: The Task Force for dual antiplatelet therapy in coronary artery disease of the European Society of Cardiology (ESC) and of the European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS) https://academic. oup.com/eurheartj/article/39/3/213/4095043 2Fischbach W et al: Gleichzeitige Anwendung von Throm bozytenaggregationshemmern und Protonenpumpeninhi bitoren (PPIs): Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) Kardio loge 2010 · 4:353–364 DOI 10.1007/s12181-010-0298-7
FAZIT: Trotz der unklaren klinischen Rele vanz ist eine Wirkverminderung von Clopidogrel bei gleichzeitiger Anwen dung von (Es-)Omeprazol pharmako logisch so plausibel, dass ein Verzicht auf die Kombination und ein Wechsel auf einen alternativen PPI ratsam ist.
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RATGEBER APOTHEKENPRAXIS
RATGEBER APOTHEKENPRAXIS
pDL – Sind Sie dabei Suport-Angebote der AKWL pDL – Sind Sie dabei Suport-Angebote der AKWL
> Pharmazeutische Dienstleistun gen (pDL) bieten den Apotheken vor Ort eine große Chance, ihre Rolle im Gesundheitssystem zu stärken und sich langfristig zu kunftssicher aufzustellen. Dennoch werden die pDL derzeit noch nicht in dem Umfang in den Apothe ken angeboten und umgesetzt, wie es wünschenswert wäre. Eines lässt sich nicht wegdiskutieren: Die Einführung neuer Dienstleistungen erfor dert zunächst einen gewissen Zeit- und Organisationsaufwand. Neue Abläufe müssen sich erst etablieren und im Apo thekenalltag ankommen. Das war in der Vergangenheit bei Neuerungen nicht an ders – sei es bei der Herstellung und Do kumentation von Rezepturen oder bei der Einführung des E Rezeptes. Auch in der Bevölkerung sind die phar mazeutischen Dienstleistungen bisher zu wenig bekannt. Sie werden von den meis ten Patient*innen und Kund*innen (noch) nicht eingefordert, sondern müssen häu fig aktiv angesprochen oder beworben werden. Gerade bei begrenzten Perso nalressourcen ist nachvollziehbar, dass > Pharmazeutische Dienstleistun gen (pDL) bieten den Apotheken vor Ort eine große Chance, ihre Rolle im Gesundheitssystem zu stärken und sich langfristig zu kunftssicher aufzustellen. Dennoch werden die pDL derzeit noch nicht in dem Umfang in den Apothe ken angeboten und umgesetzt, wie es wünschenswert wäre. pDL: die Herausforderungen… pDL: die Herausforderungen…
Stellen Sie sich diese (oder ähnliche) Fragen? • Wie kann man mit einem überschaubaren Zeit- und Arbeitsaufwand starten? • Wo finde ich schnell die Informationen, die ich brauche? • Wie integriere ich die Durchführung am besten in den Apothekenalltag? • Wie motiviere ich mein Team/die Apothekenleitung? • Wie binde ich das Team am besten ein? • Was muss ich dokumentieren, wie gehe ich am besten vor? • Wie etabliere ich die pDL im Pflegeheim? • Wie oft kann ich welche Dienstleistung abrechnen? • Wie spreche ich Patient*innen und Kund*innen an? • Wie bewerbe ich die pDL am besten, wo gibt es Unterstützungsmaterialien? Dann kommen Sie in unsere pdl-Sprechstunde. Stellen Sie sich diese (oder ähnliche) Fragen? • Wie kann man mit einem überschaubaren Zeit- und Arbeitsaufwand starten? • Wo finde ich schnell die Informationen, die ich brauche? • Wie integriere ich die Durchführung am besten in den Apothekenalltag? • Wie motiviere ich mein Team/die Apothekenleitung? • Wie binde ich das Team am besten ein? • Was muss ich dokumentieren, wie gehe ich am besten vor? • Wie etabliere ich die pDL im Pflegeheim? • Wie oft kann ich welche Dienstleistung abrechnen? • Wie spreche ich Patient*innen und Kund*innen an? • Wie bewerbe ich die pDL am besten, wo gibt es Unterstützungsmaterialien? Dann kommen Sie in unsere pdl-Sprechstunde.
Eines lässt sich nicht wegdiskutieren: Die Einführung neuer Dienstleistungen erfor dert zunächst einen gewissen Zeit- und Organisationsaufwand. Neue Abläufe müssen sich erst etablieren und im Apo thekenalltag ankommen. Das war in der Vergangenheit bei Neuerungen nicht an ders – sei es bei der Herstellung und Do kumentation von Rezepturen oder bei der Einführung des E Rezeptes. Auch in der Bevölkerung sind die phar mazeutischen Dienstleistungen bisher zu wenig bekannt. Sie werden von den meis ten Patient*innen und Kund*innen (noch) nicht eingefordert, sondern müssen häu fig aktiv angesprochen oder beworben werden. Gerade bei begrenzten Perso nalressourcen ist nachvollziehbar, dass
zunächst dringlichere Aufgaben Vorrang haben und pDL aufgeschoben werden. Gleichzeitig verändert sich der Apothe kenalltag heute schneller denn je. Es ist wichtig, nicht den Anschluss zu verlieren und für die Zukunft gerüstet zu sein – wei tere pDL werden folgen. Statt die Nachtei le zu sehen, sollte der Blick auf die Chan cen gerichtet werden.
zunächst dringlichere Aufgaben Vorrang haben und pDL aufgeschoben werden. Gleichzeitig verändert sich der Apothe kenalltag heute schneller denn je. Es ist wichtig, nicht den Anschluss zu verlieren und für die Zukunft gerüstet zu sein – wei tere pDL werden folgen. Statt die Nachtei le zu sehen, sollte der Blick auf die Chan cen gerichtet werden.
können mehr in den Vordergrund gerückt werden. Für den Berufsnachwuchs gewinnt die Tä tigkeit in der öffentlichen Apotheke wie der an Attraktivität. Nicht zuletzt profi tieren die Patientinnen und Patienten: Sie erhalten eine intensivere Betreuung und eine höhere Versorgungsqualität. Dank barkeit und Wertschätzung sind im Alltag deutlich spürbar und tragen dazu bei, eine langfristige Kundenbindung aufzubauen. Das persönliche Beratungsgespräch in der Apotheke kann der Versandhandel nicht ersetzen!
können mehr in den Vordergrund gerückt werden. Für den Berufsnachwuchs gewinnt die Tä tigkeit in der öffentlichen Apotheke wie der an Attraktivität. Nicht zuletzt profi tieren die Patientinnen und Patienten: Sie erhalten eine intensivere Betreuung und eine höhere Versorgungsqualität. Dank barkeit und Wertschätzung sind im Alltag deutlich spürbar und tragen dazu bei, eine langfristige Kundenbindung aufzubauen. Das persönliche Beratungsgespräch in der Apotheke kann der Versandhandel nicht ersetzen!
… und die Chancen
… und die Chancen
Bereits belegt ist, dass die Durchführung von pDL für das Team motivierend ist und zu einer höheren Arbeitszufriedenheit führt: Pharmazeutische Kompetenzen
Bereits belegt ist, dass die Durchführung von pDL für das Team motivierend ist und zu einer höheren Arbeitszufriedenheit führt: Pharmazeutische Kompetenzen
22 / AKWL Mitteilungs blatt
22 / AKWL Mitteilungs blatt
Der Medikationscheck: Die erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation gehört zu den fünf pharmazeutischen Dienstleistungen in der Apotheke
wir unsere kostenlose pDL-Sprechstunde an – ganz unkompliziert als Video-Sprechstunde über Microsoft Teams. Die Online-Sprechstun de ist kostenlos und dau
oder Sie Tipps für die Literaturrecherche, die Bewertung von Wechselwirkungen, die Handhabung eines bestimmten Inha lationsdevices, die Durchführung der pDL im Heim, die Kundenansprache oder für das Verfassen des Ergebnisberichts Ihrer Medikationsanalyse benötigen, unterstüt- zen wir Sie. Rufen Sie auch gerne an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. < Fragen zu pDL – So erreichen Sie uns Anfragen jeglicher Art zum Thema phar mazeutische Dienstleistungen können per E-Mail an pdl@akwl.de gesendet werden. Wir melden uns zeitnah telefonisch oder per E-Mail bei Ihnen. Alternativ erreichen Sie uns telefonisch unter: Abteilung Pharmazeutische Praxis: (Organisation und Umsetzung der pDL) 0251 52005-55 Abteilung Arzneimittelinformation: (Unterstützung bei der Medikations- beratung) 0251 52005-57/-59
„MACHEN SIE AUS DEM IRGENDWANN EIN JETZT, BEVOR DARAUS EIN NIE WIRD.“
Beratungsleistungen, die bisher selbstver ständlich erbracht wurden, erhalten mit den pDL endlich eine Honorierung. Seit Mitte 2022 können Apotheken die phar mazeutischen Dienstleistungen abrech- nen. Nach einem langsamen Start hat sich die Zahl der durchführenden Apotheken inzwischen bei etwa 50 Prozent einge pendelt. Das heißt, immerhin jede zweite Apotheke nutzt diese Chance bereits. Falls Sie noch nicht dabei sind, möchten wir Sie motivieren und unterstützen. Machen Sie aus dem Irgendwann ein Jetzt, bevor dar aus ein Nie wird.
ert je nach Bedarf etwa 30 Minuten. Teil nehmen kann die Apothekenleitung oder aber auch eine oder zwei andere Personen aus dem Team. Auf www.akwl.de können Sie nach Log-in einen Termin buchen (PharmPrax & Arz neimittelinfo > Pharm. Dienstleistungen (pDL) > pDL-Sprechstunde: Hier geht’s zur Terminbuchung). Geben Sie gerne neben Ihren Kontaktda ten auch Themenschwerpunkte oder An merkungen an.
… und weitere Begleitung
Die AKWL bietet Starthilfe …
Nicht nur zu Beginn, sondern auch wenn sich im Laufe der Zeit neue Fragen ergeben
Um Ihnen den Start zu erleichtern und Sie bei der Umsetzung zu unterstützen, bieten
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