Mitteilungsblatt 2/2026, 16. April 2026

RATGEBER APOTHEKENPRAXIS

Beratungsecke Mit fiktiven Kunden

schnell zum Cave-Check

für den Wirkstoff eine Kontraindikation bei Epilepsie gibt. Sie kön nen dann gezielt auf unkritische Alternativen ausweichen.

und ggf. als statisch oder temporär kennzeichnen. Bei Bedarf unterstützt die Vergleichssuche Sie dabei, geeignete Alternativ präparate mit gleicher Indikation, aber anderer Wirkstoffkonstel lation zu finden.

Weitere sinnvolle fiktive Kundenprofile

Damit Ihre Kontraindikations-Prüfung im Alltag breit aufgestellt ist, lohnt sich ein Set gut definierter fiktiver Kund*innenprofile. Mögliche Beispiele sind:

Praktische Hinweise und Stolperfallen

Achten Sie darauf, nach dem CAVE-Check den fiktiven Kunden wieder aus dem Verkaufsvorgang zu entfernen, damit Kundenna men wie „Leistungssportler“ oder „Schwangerschaft“ nicht auf dem Kassenbon erscheinen. Vermeiden Sie es, echte Abverkäufe dauerhaft auf diese fikti ven Kunden zu buchen, um unerwünschte Interaktionsmeldun gen aus vermeintlicher „Eigenmedikation“ des fiktiven Profils zu verhindern. Wenn Sie diese Punkte beachten, werden fiktive Kunden zu ei nem wirkungsvollen Instrument, um Kontraindikationen auch bei Laufkundschaft systematisch zu prüfen – und Ihre Beratung effektiver zu machen. <

• Schwangerschaft • Stillzeit • Alkoholabhängigkeit • Laktoseintoleranz • Fruktoseintoleranz • Diabetes • Hypertonie • Herzinsuffizienz/KHK • Niereninsuffizienz • Asthma • Leistungssportler*in

Je nach System können Sie im Bereich Risikomanagement die re levanten Erkrankungen, Zustände und Risikofaktoren zuordnen

02-2026 / 19

Made with FlippingBook - professional solution for displaying marketing and sales documents online