AKWL-Geschäftsbericht 2025

AKWL Geschäftsbericht 2025 | Bereich Recht und Auftragsverwaltung 11

Der Kampf um die Mitarbeitenden von morgen

Die Sicherung des Fachpersonals ist angesichts des demografischen Wan dels und des wachsenden Fachkräftemangels eine der zentralen Zukunfts aufgaben.

Nachwuchsoffensive auf Hochtouren

WOHNORTNAHE BESCHULUNG Das duale Ausbildungssystem bildet das Fundament für die quali fizierte Ausbildung zum/zur Pharmazeutisch-kaufmännischen An gestellten (PKA). Dieses System ist durch das Zusammenspiel der betrieblichen Ausbildung in den Apotheken und dem theoretischen Unterricht in den PKA-Fachklassen an den Berufskollegs gekenn zeichnet. Die AKWL, die nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle für die PKA-Ausbildung ist, pflegt einen kontinuierlichen und engen Austausch mit allen beteiligten Berufskollegs, um eine rei bungslose Verzahnung der Lernorte zu gewährleisten. Ein wesentliches Element der Qualitätssicherung ist die aktive Mit arbeit von Fachleuten aus der Praxis in den entscheidenden Gre mien: Berufsschullehrer*innen sowie Apotheker*innen, die an den Berufskollegs unterrichten, bringen ihre Expertise in die Prüfungs ausschüsse ein. Im Berufsbildungsausschuss gewährleistet die enge Zusammenrbeit, dass die Inhalte der Ausbildung stets den aktuellen Anforderungen der Berufspraxis in der Apotheke entsprechen. Die Sicherung des Fachpersonals ist angesichts des demografischen Wandels und des wachsenden Fachkräftemangels eine der zentra len Zukunftsaufgaben. 2025 hat die Apothekerkammer Westfalen Lippe ihre Anstrengungen in der Nachwuchswerbung nochmals in tensiviert und eine beeindruckende Offensive gestartet. Flächendeckende Präsenz auf 89 Veranstaltungen Die Nachwuchswerbung nahm auch im Berichtsjahr 2025 einen sehr hohen Stellenwert ein. Als Herzstück dieser Kampagne diente die bewährte Wanderausstellung „Arbeiten im Apothekenteam“. Die Ausstellung war auf insgesamt 89 Berufsinformationsveran staltungen und Berufsmessen im Einsatz. Das Format zielte auf ma ximale Reichweite ab: • Überregionale Fachmessen: Mehrtägige Großveranstaltungen mit einer Vielzahl von Ausstellern boten die Bühne, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. • Regionale Schulveranstaltungen: Eintägige Events direkt in Realschulen, Gymnasien und Berufskollegs ermöglichten eine direkte Ansprache der Zielgruppe. Durch diese breite Streuung konnten zehntausende Schülerinnen und Schüler erreicht und für die vielseitigen Berufe im Apotheken

team begeistert werden.

Durch den engen Austausch mit den Schuldezernentinnen und -de zernenten der Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold und Münster konnte die flächendeckende Beschulungsinfrastruktur bisher nach haltig gesichert werden. Derzeit werden die Auszubildenden zur/ zum PKA an sechs spezialisierten Berufskollegs in Westfalen-Lippe unterrichtet. Um den Praxisbezug im theoretischen Unterricht zu garantieren, sind dort aktuell acht approbierte Apothekerinnen und Apotheker im Rahmen des PKA-Fachkundeunterrichts tätig. Die sechs Berufskollegs in Westfalen-Lippe: • Bielefeld: Rudolf-Rempel-Berufskolleg • Dortmund: Robert-Schuman-Berufskolleg • Gelsenkirchen: Berufskolleg am Goldberg – Wirtschaftsgymnasium • Hagen: Berufskolleg der Stadt Hagen – Kaufmannsschule I • Herne: Mulvany Berufskolleg • Münster: Hansa-Berufskolleg Ehrenamtliches Engagement als Grundpfeiler Der Erfolg dieser Nachwuchsoffensive ist untrennbar mit dem Ein satz der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer verbunden. Die Messestände wurden von engagierten Apothekenleiterinnen und -leitern sowie Mitarbeitenden aus den jeweiligen Regionen betreut. Sehr häufig waren auch Vertreterinnen und Vertreter der PTA-Fach schulen vor Ort, die authentische Einblicke in den Ausbildungsalltag gaben. Diese Mobilisierung der Basis macht die Initiative erst reali sierbar. Unser herzliches Dankeschön gilt daher allen Standbetreue rinnen und -betreuern für ihr unermüdliches Engagement und ihre investierte Zeit. Zukunftssicherung erfordert Innovation In Zeiten eines steigenden Fachkräftebedarfs genügt es nicht, sich auf bewährte Methoden zu verlassen. Es gilt, sich weiterhin aktiv und innovativ um den Berufsnachwuchs zu bemühen. Die AKWL setzt darauf, neue Formate zu entwickeln und die Apothekenberufe noch öffentlichkeitswirksamer und moderner zu präsentieren. Wer sich behaupten will, muss sichtbar sein.

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