AKWL-Geschäftsbericht 2025

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Geschäftsbericht 2025

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AKWL Geschäftsbericht 2025 | Inhalt

Inhalt

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Editorial

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Sitzungen und Tagungen

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Stabsstelle Politik und Projekte

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Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Bereich Digitalisierung, IT und Mitgliedschaft

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Bereich Recht und Auftragsverwaltung • Apothekenrecht und Berufsrecht • PKA/PTA-Ausbildung • Dienstbereitschaft

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Bereich Pharmazie: Pharmazeutische Praxis & Arzneimittelinformation

Seite 5  Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann war am 10. Dezember zur Sitzung der ARGE im münsterischen Apothekerhaus zu Gast.

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Bereich Pharmazie: Aus-/Fortbildung und AMTS, Weiterbildung & Qualitätssicherung

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Ehrentafel

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WIVA

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Bereich Finanzen und Personal

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Informationen und Services

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Organe und Gremien

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AKWL-Statistik

Seite 16 Am 12. Dezember wurde mit Abnahme der insgesamt

1000. Fachsprachenprüfung ein besonderer Meilenstein erreicht.

Impressum

Fotos S. 3, 21 © AKWL, S. 4 © Apothekerkammer Niedersachsen, S. 5 © Birte Kassen brock, S, 6, 7, 8, 9, 10, 13, 14, 15, 17, 18, 20 © Michael Möller, S. 8, 11, 12, 14 © ABDA, S. 18 ©AKNS, S. 6 (u.) © Sebastian Sokolowski, S. 13 © Netzwerk Stationsapotheker:in, S. 16 © Yasmina Talhaui, Auflage 300 Exemplare Nachdruck – auch in Auszügen – nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Gedruckt auf 100 % Recyclingpapier.

Herausgeber Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Bismarckallee 25, 48151 Münster, Tel.: 0251 520050, Fax: 0251 521650, E-Mail: info@akwl.de, www.akwl.de Redaktion Michael Schmitz Layout Petra Wiedorn, Michael Schmitz Mitarbeiter*innen an dieser Ausgabe Friedrich Averbeck, Ute Behle, Klaus Bisping, Sören Cromberg, Wolfgang Erdmann, Stefan Lammers, Dr. Julia Podlogar, Dr. Sylvia Prinz, Michael Schmitz, Dr. Oliver Schwalbe, Sebastian Sokolowski.

Editorial | AKWL Geschäftsbericht 2025

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Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kammermitglieder,

... wenn eine Zitrone einmal ausge presst ist, wird es ein Ding der Unmöglich keit sein, sie im Nachhinein wieder mit Saft zu füllen.“ Diese Binsenweisheit trifft auch auf das Kammerjahr 2025 zu. Wie wirt schaftlich ausgequetscht und personell ausgelaugt viele öffentliche Apotheken in unserem Landesteil sind, zeigte sich einmal mehr an der Entwicklung der Apotheken zahl, die zum 20. Mal in Folge geringer war als im Vorjahr. Denn obwohl die „kleinste große Koalition“ in der Geschichte unse res Landes eine Erhöhung des Fixhonorars versprochen und im Koalitionsvertrag nie dergelegt hatte (siehe hierzu auch Seite 6 dieses Geschäftsberichtes), hat sie diese dringend erforderliche Maßnahme zur Sta bilisierung der wohnortnahen Arzneimit telversorgung bisher immer noch nicht in die Tat umgesetzt. Für uns als Führungs

kreis Ihrer apothekerlichen Selbstverwal tung bedeutet dies: Wir werden, gemein sam mit unseren gewählten Gremien, die politische Arbeit weiter intensivieren. Die wirtschaftliche Stabilisierung der Apothe ken vor Ort ist längst eine zentrale Frage der Daseinsvorsorge. Wir werden weiterhin klar Position beziehen und konstruktive Vorschläge einbringen. Darüber hinaus wird das neuformierte Team im Apothekerhaus auch die Digitali sierung im Gesundheitswesen strategisch begleiten. Unser Ziel ist es, Sie nicht nur über neue gesetzliche Vorgaben zu infor mieren, sondern praxisnahe Unterstützung anzubieten – von Schulungsangeboten bis hin zu Handlungshilfen für die Umsetzung im Apothekenalltag. Aber auch die Kam mergeschäftsstelle wird zunehmend digi taler und damit, das ist das Ziel, noch effizi

enter und mitgliederfreundlicher.

Ferner möchten wir den Dialog in nerhalb der Kammer weiter stärken. Die Vielfalt unserer Mitgliedschaft – von der öffentlichen Apotheke über Krankenhaus apotheken bis hin zu Industrie und Verwal tung – ist eine große Stärke. Diese Perspek tiven wollen wir noch stärker miteinander vernetzen. Schließlich werden wir 2026 die Weiter entwicklung unserer internen Organisation fortsetzen. Eine moderne Kammer muss agil handeln können, ohne ihre Werte aus den Augen zu verlieren: Selbstverwaltung, Kollegialität und Gemeinwohlorientierung sind hier unsere gemeinsamen Werte! Für den gesamten AKWL-Führungskreis Michael Schmitz Hauptgeschäftsführer

Sie sind seit Anfang 2025 als Mitglieder des AKWL-Führungskreises tätig (von links): Stefan Lammers, Friedrich Averbeck, Sören Cromberg, Dr. Sylvia Prinz, Yvonne Schmees, Ute Behle und Michael Schmitz.

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AKWL Geschäftsbericht 2025 | Sitzungen und Tagungen

Sitzungen und Tagungen

Überblick über die wichtigsten Digital- und Präsenztermine des Jahres 2025

APOTHEKERPARLAMENT

• Ausschuss für Finanzen und Soziales: 12. Mai (digital) und 27. Oktober • Ausschuss für Dienstbereitschaftsregelungen und Rezeptsam melstellen: 7. Mai • QS-Ausschuss: 24. Februar und 26. Juni • Nachwuchsausschuss: 2. April (hybrid) und 10. November • Berufsbildungsausschuss: 5. November LISTENGESPRÄCHE Der regelmäßige Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertre tern der in der Kammerversammlung vorhandenen Gruppierungen (Fraktion Gemeinschaftsliste der Apothekerinnen und Apotheker, Fraktion Aktive Apotheker*innen Westfalen-Lippe und Liste der BasisApotheker) mit dem Präsidium und Geschäftsführung sowie Vorstand und Geschäftsführung des Versorgungswerkes der AKWL erfolgte jeweils digital am 3. Juni und am 20. November. ARGE DER HEILBERUFSKAMMERN Die Arbeitsgemeinschaft der Heilberufskammern im Land NRW (ARGE HBK NW), der die Apothekerkammern, Ärztekammern, Tier- ärztekammern, Zahnärztekammern, die Psychotherapeutenkam

Im Berichtsjahr fanden zwei Kammerversammlungen in Präsenz statt – am Mittwoch, 11. Juni 2025 im Parkhotel Schloss Hohenfeld und am Mittwoch, 3. Dezember 2025 im großen Sitzungssaal der Ärztekammer Westfalen-Lippe. SITZUNGEN DES VORSTANDES Der Vorstand der AKWL trat im Berichtszeitraum zu acht Sitzungen zusammen: am 4. Februar, am 11. März, am 13. Mai, am 19. und 20. Mai im Rahmen einer gemeinsamen Vorstandssitzung mit der Apo thekerkammer Niedersachsen, am 3. Juli (im Rathaus Haltern), am 9. September im Rahmen einer digitalen Sitzung mit anschließen der ebenfalls digitaler DAT-Informationsveranstaltung, am 3. No vember und am 16. Dezember. Eine weitere mit der Apothekerkam mer Thüringen geplante gemeinsame Vorstandssitzung musste kurzfristig abgesagt werden. SITZUNGEN DER AUSSCHÜSSE

• Fortbildungs- und AMTS-Ausschuss: 5. März und 1. Oktober • Weiterbildungsausschuss: 12. März und 12. November

Gemeinsamer Austausch: Am 19. und 20. Mai trafen sich die Vorstände der Apothekerkammern Niedersachsen und Westfalen-Lippe in Hannover und bear beiteten eine Reihe von pharmazeutischen und gesundheitspolitischen Fragestellungen. Erstmals fand im Berichtsjahr auch der gemeinsame Fortbildungs kongress der benachbarten Kammern auf der Nordseeinsel Langeoog statt.

Sitzungen und Tagungen | AKWL Geschäftsbericht 2025

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Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann war am 10. Dezember zur Sitzung der ARGE im münsterischen Apothekerhaus zu Gast, flankiert von AKWL Vizepräsident Frank Dieckerhoff (re.) und Hauptgeschäftsführer Dr. Andreas Walter (li.).

mer und die Pflegekammer angehören, tagte unter Vorsitz der Apothekerkammer Westfalen-Lippe im Berichtsjahr besonders häufig. Vor dem Jahresabschlusstreffen der Präsident*innen und Geschäfsführer*innen mit Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann am 10. Dezember 2025 im Apothekerhaus gab es folgende Zusammenkünfte: • 22. Juli, 29. Juli, 29. August, 28. Oktober, 12. November, 1. Dezember, 2. Dezember und 4. Dezember: ARGE HBK – Beitragsklagen (digital) • 10. Dezember: ARGE HBK (AKWL) • 10. Dezember: Sitzung ARGE HBK mit Präsident*innen und Minister Laumann (AKWL) • 5. Juni: Sitzung ARGE HBK (digital) Die 33. Landesgesundheitskonferenz (LGK) Nordrhein-Westfalen trat am 10. Dezember in der Ärztekammer Westfalen-Lippe zu ihrer jährlichen Sitzung zusammen. Der vorbereitende Ausschuss tagte vorab am 14. Februar in Düsseldorf, am 30. April und am 5. Juni di gital, am 1. Juli und am 8. September in Düsseldorf sowie am 10. Oktober digital. Die LGK hat 2025 eine Erklärung zum Schwerpunktthema Krisen resilienz verabschiedet. Diese enthält eine Reihe von Handlungs empfehlungen, mit der alle beteiligten Akteure dazu aufgerufen werden, die Krisenvorsorge in der Gesundheitsversorgung weiter zu stärken. Betont wird in der Erklärung unter anderem die zentrale 33. LANDESGESUNDHEITSKONFERENZ

Rolle der Krankenhäuser in Szenarien beispielsweise mit hohen Ver letzungszahlen sowie die Bedeutung der Apotheken vor Ort bei der Versorgung mit Arzneimitteln und Medizinprodukten. „Ob Cyberangriff, Naturkatastrophen oder der hoffentlich nie ein tretende Verteidigungsfall: Jede Institution im Gesundheitswesen muss im Notfall genau wissen, was zu tun ist, damit wir handlungs fähig bleiben. Auch vor dem Hintergrund der neuen geopolitischen Lage infolge des russischen Angriffskriegs müssen wir die Krisen vorsorge des Gesundheitssystems mit Nachdruck weiter vorantrei ben. Dafür brauchen wir Weitsicht, gute Planung und eine starke re gionale Vernetzung. Nur wenn alle im Gesundheitswesen an einem Strang ziehen, wird es uns gelingen, Krisen zu bewältigen und die Menschen zu schützen. Hierfür liefert die LGK wichtige Impulse“, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Einige der zentralen Botschaften der LGK-Erklärung sind: Alle Ak teure der Versorgung müssen sich mit einrichtungsspezifischen Notfall- und Krisenplänen auf mögliche Krisenszenarien vorberei ten, diese regelmäßig erproben und weiterentwickeln. Gleichzei tig sollen auch gemeinsame Übungen durchgeführt werden. Zum Schutz der Bevölkerung soll das Gesundheitswesen noch verzahn ter mit der Feuerwehr, den anerkannten Hilfsorganisationen, dem Technischen Hilfswerk und der Bundeswehr zusammenarbeiten. Vulnerable Personengruppen wie Menschen mit Behinderungen und oder mit chronischen Erkrankungen, lebensältere Menschen sowie Kinder und Jugendliche sollen dabei besonders in den Blick genommen werden.

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AKWL Geschäftsbericht 2025 | Stabsstelle Politik und Projekte

Unverhofft wieder zurück auf Los

VOM PROTEST ZUM AUSTAUSCH

Yvonne Schmees Stabsstelle Politik und Projekte

Im Jahr 2025 standen die berufspolitischen Aktivitäten der Apo- thekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) ganz im Zeichen der Si- cherung der wohnortnahen Arzneimittelversorgung, der wirt- schaftlichen Stabilisierung der Apotheken und der weiteren Stär- kung des heilberuflichen Profils. Die AKWL brachte die Posi- tionen der Apothekerschaft frühzeitig in Gesetzgebungsverfah- ren und gesundheitspolitische Diskussionen ein. Kernthemen waren wie in den Vorjahren die Sicherung einer aus kömmlichen Honorierung der Apotheke, der Erhalt der flächen deckenden Versorgung – insbesondere im ländlichen Raum – der dringliche Bürokratieabbau samt praxistauglicher Ausgestaltung neuer gesetzlicher Vorgaben sowie eine ebenso rechtssichere wie praktikable Umsetzung digitaler Anwendungen, vom E-Rezept bis zur elektronischen Patientenakte. VOM „KOA-VERTRAG“ ZUM DAT-DEBAKEL

„Es ist ein wichtiger Schritt, dass wir die Arbeit an den Zukunftsthemen Flächendeckung und Fachkräfte mit dem Land verstetigt haben.“

Yvonne Schmees

Koalition hatte sich auch die neue große Koalition unter Kanzler Friedrich Merz und Gesundheitsministerin Nina Warken die nach haltige Stärkung der Apotheken auf die Fahnen geschrieben, ja so gar die Erhöhung des Fixhonorars von 8,35 Euro auf 9,50 Euro im „Koa-Vertrag“ festgeschrieben. Die Erwartungshaltung war groß, als Nina Warken am 16. September das Rednerpult beim Deutschen Apothekertag in der Düsseldorfer Messehalle betrat, das Entsetzen ebenso, zumal ABDA-Präsident Thomas Preis die von ihr vorzu- stellenden Eckpunkte als „heiter bis wolkig“ avisiert hatte. Es folg te jedoch nicht nur eine Absage bzw. Vertagung der zugesagten Honorarerhöhung in Verbindung mit einem Griff in die politische Mottenkiste des Vorgängerentwurfs von Karl Lauterbach (mit An sätzen wie der zeitweisen Leitung von Apotheken ohne apothe kerliches Personal). Die ABDA-Spitze schien wie paralysiert, und es gelang erst am Schlusstag des DAT, durch eine Initiative der Apo thekerkammer Westfalen-Lippe und nach intensiver Debatte im Saal eine Resolution für eine unverzügliche Honorarerhöhung und gegen Apotheken ohne Apotheker*innen zu verabschieden. Seither gilt es in zahlreichen Gesprächen mit Politikerinnen und Politikern wieder das zu verdeutlichen, was eigentlich doch hätte klar sein müssen: Ohne verlässliche Rahmenbedingungen bleibt die Arzneimittelversorgung durch die Apotheken vor Ort als Säule der sozialen Infrastruktur akut gefährdet. Wenn die Politik aber die Rolle der Apotheken durch zusätzliche pharmazeutische Dienst leistungen sogar noch ausbauen will und sie sehr genau um ihre Rolle als Sicherheitsanker in Krisenszenarien weiß, dann muss sie den ersten Schritt vor dem zweiten tun: Die Apotheken zunächst wieder auskömmlich honorieren, damit sie überhaupt in die Lage versetzt werden, die sinnvollen zusätzlichen Leistungen und Dienstleistungen nachhaltig zu implementieren.

Der Weg von Freude zur Fassungslosigkeit beschreibt sehr gut die ersten neun Monate des Berichtsjahrs. Wie schon die Vorgänger-

Eines von zahlreichen Politikergesprächen, wenn auch mit einem besonders prominenten Gesprächspartner. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (2. v. r.) nahm sich in Coesfeld die Zeit für einen intensiven Austausch mit Kammer präsidentin Gabriele von Elsenau Overwiening, Coesfelds Apothekersprecher Dr. Stephan Barrmeyer und dem AVWL-Vorsitzenden Thomas Rochell.

AKWL Geschäftsbericht 2025 | Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 7

Sichtbarkeit schaffen

SOCIAL MEDIA

Weil die Reichweiten von Tageszeitungen ebenso sinken wie die Zahl der Lokalredaktionen, setzt die AKWL weiterhin auf eine ei gene mediale Reichweite. Unsere drei „Social Media-Flagschiffe“ sind die Präsenzen auf Facebook, Instagram und LinkedIn, die durch Bewegtbildangebote via YouTube flankiert werden. Um die Kam pagnen-Arbeit und die Image- und Leistungskommunikation des Berufsstandes zu stärken, bot das Team in der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Social-Media-Fortbildungen an. Der Be rufsstand muss kampagnenfähig sein, um auf künftige politische Herausforderungen reagieren zu können. Dafür ist Social Media perfekt geeignet. PRESSEMITTEILUNGEN 2025 wurden über 120 Kammerpressemitteilungen und Aussen dungen der AKWL und der Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit (BÖ) publiziert. Ergänzend erstellten wir Pressetexte auf Anfrage und Wunsch zu Themen vor Ort oder speziell für Fachmedien. Mit unseren regelmäßigen Aussendungen erreichen wir über 265 Lokal redaktionen. Wenn Pressemitteilungen nicht in Gänze von Medien veröffentlicht werden, so sind sie oftmals Anlass und bilden die in haltliche Grundlage für journalistische Reportagen. Zudem waren Apothekersprecher*innen in Hörfunk- und Fernsehinterviews und Pressegesprächen gefragt. Die Stabsstelle übernimmt in diesen Fällen die umfangreiche inhaltliche Vorbereitung für diese Termine. VORTRAGSSERVICE Kontinuierlich engagieren sich viele Kammermitglieder als Referent*innen vor Seniorengruppen, in der VHS oder beim Treffen von Lions- und Rotarier-Clubs. Für nicht pharmazeutische Vorträge steht die Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Rat und Tat zur Seite – ebenso wie bei der Begleitung von Messen und Akti onen – um die Position der Apotheker*innen als freie Heilberufler zu stärken. Verstärkt fanden die Vorträge digital statt, mit wieder stei gender Tendenz zu Präsenzformaten. Besonders gefragt: Vorträge zum E-Rezept und zur Gesundheitspolitik. APOTHEKE MACHT SCHULE 150 Kammermitglieder beteiligen sich ehrenamtlich als Referent*innen am Projekt „Apotheke macht Schule“, das wir aus Baden-Württemberg adaptiert haben. 14 Vortragsthemen rich ten sich an Schüler*innen, Eltern oder Lehrer*innen. Nach der Corona-Zwangspause, in der keine externen Referent*innen an Schulen zugelassen waren, findet das Projekt wieder viel Interesse. KAMPAGNEN Die schwierige wirtschaftliche Situation der Apotheken vor Ort und der Entwurf eines Apotheken-Reformgesetzes aus der Feder von Karl Lauterbach bildeten den Schwerpunkt der Kampagnen-Arbeit der deutschen Apothekerschaft – und damit auch für die AKWL. Gerade im Konzept „Apotheke ohne Apotheker“ sieht die Kammer

Sebastian Sokolowski Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

„Gerade im Konzept einer Apotheke ohne Apothekerin oder Apotheker liegen erhebliche Gefahren für die Strukturen vor Ort und für die Qua lität der Versorgung der Bevölke rung mit Arzneimitteln.“ erhebliche Gefahren für die Apotheken vor Ort und für die Qualität der Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln. Neben emoti onalisierenden Plakaten und Anzeigenschaltungen war auch die Image- und Leistungskommunikation fester Bestandteil der Kam pagnenarbeit, die sich in die ABDA-Kampagne einfügte. EINE DOSIS ZUKUNFT: FAST 600.000 EURO „Tue Gutes und rede darüber“ lautet die Devise unseres Hilfsprojektes, das wir seit 2009 gemeinsam mit der Kindernothilfe betreiben. Im 16. Projektjahr wurden über 30.000 Euro Spenden für den guten Zweck erzielt und die Gesamtsumme auf fast 600.000 Euro geschraubt. Das kommt den Ärmsten der Armen in den abgelegenen Regionen des Sundarban-Deltas zugute: www.eine-dosis-zukunft.de TAG DER APOTHEKE Der „Tag der Apotheke“ fand am 7. Juni statt. Rund um den Tag der Apotheke stand in einer breitangelegten Kampagne mit der Assmann-Stiftung für Prävention als Partner die Pharmazeutische Dienstleistung des Blutdruckmessens im Fokus. POLITISCHE GESPRÄCHE Ein kleiner Berufsstand wie die Apothekerschaft ist darauf ange wiesen, dass möglichst viele politische Gespräche auf allen Ebe nen stattfinden – und das geht nirgends besser als in den Apo theken vor Ort. Dutzende Gespräche wurden 2025 vorbereitet, Apotheker*innen dafür mit Zahlen und Fakten ausgestattet und damit fitgemacht für die Gespräche mit Politik-Profis in Kommune, Land und Bund. Sebastian Sokolowski

8 AKWL Geschäftsbericht 2025 | Bereich Digitalisierung, IT und Mitgliedschaft

Plattform, Prozesse, Karten – alles in Bewegung Im Bereich Digitalisierung, IT und Mitgliedschaft lag der Schwer punkt der Abteilungsaufgaben im Berichtsjahr sowohl auf einer Vielzahl kleinerer Optimierungsmaßnahmen als auch auf umfang reichen strategischen Großprojekten. Der Arbeitsdruck war 2025 enorm und mit dem bestehenden Team kaum zu bewältigen. ONLINE-TERMINBUCHUNGSPORTAL Zu den kleineren, aber dennoch wirkungsvollen Maßnahmen zählte insbesondere die Weiterentwicklung des Bereichs für Fach sprachen- und Kenntnisprüfungen. Hier wurde ein Online-Termin buchungsportal eingeführt, das die Terminvergabe für Antragstel lende deutlich vereinfacht und interne Abläufe effizienter gestaltet. Im Finanzbereich erfolgte die Umstellung auf einen Prozess zur digi talen Rechnungsbearbeitung. Dadurch konnten Bearbeitungszeiten verkürzt, Transparenz erhöht und Medienbrüche reduziert werden. Auch im Personalbereich wurde die Digitalisierung konsequent vo rangetrieben: Die Entgeltabrechnungen werden nun digital bereit gestellt, was sowohl den administrativen Aufwand als auch den Papierverbrauch nachhaltig reduziert. VON DER WEBSITE ZUR DIGITALPLATTFORM Neben diesen Optimierungen im operativen Geschäft standen mehrere Großbaustellen im Fokus. Ein zentrales Projekt war die Vor bereitung des Relaunches von akwl.de. Dieses Vorhaben mit mehr jährigem Vorlauf, unter anderem durch die Corona-Pandemie und die digitale Begleitung der Impfzentren unterbrochen, umfasste nicht nur eine strukturelle und gestalterische Neuausrichtung des Online-Auftritts, sondern auch die grundlegende Umstellung von Prozessen, Schnittstellen und technischer Basis. Ziel ist der solide Aufbau einer zukunftsfähigen, serviceorientierten und leistungs starken Plattform für Mitglieder und externe Nutzergruppen. MASSENTAUSCH VON RSA-KARTEN Besonders herausfordernd war zudem der massive Arbeitsanfall im Zusammenhang mit dem erforderlichen Massentausch der soge nannten RSA-Karten (Heilberufsausweise wie SMC-B-Karten). Die ser Prozess führte zu einem erheblich erhöhten Supportaufkommen für das Team der Mitgliederverwaltung. Von dem Tausch waren gut 1.500 Karten betroffen. Zusätzlich mussten die Mitglieder intensiv beim Umgang mit dem technischen Ausfall des Antrags- und Bestellportals des Anbie ters medisign unterstützt werden, das über mehrere Monate hin weg nur sehr eingeschränkt nutzbar war. Ein Jahr unter Hochdruck

Stefan Lammers Bereichsleiter Digitalisierung, IT und Mitgliedschaft

„In vielen Arbeitsbereichen des Apo thekerhauses wurde die Digitalisie rung konsequent vorangetrieben, mit großen wie kleinen Schritten.“

Stefan Lammers

Beratung, Koordination und Problemlösung in diesem Kontext ban den erhebliche personelle Ressourcen, zumal sich die Kommunikati on mit dem Anbieter für viele Mitglieder wie für das AKWL-Team als schwierig gestaltete. LAUFENDE SERVICELEISTUNGEN Parallel zu diesen Projekten lief das „Liniengeschäft“ unverändert weiter. Laufende Serviceleistungen für Mitglieder, die Sicherstel lung reibungsloser IT-Prozesse sowie die kontinuierliche Gewähr leistung von Datensicherheit und Datenschutz waren dabei die Hauptaufgaben in der täglichen Arbeit. Insgesamt war der Aufga benbereich geprägt von einer hohen Dynamik, starkem Arbeits aufkommen und der konsequenten Weiterentwicklung digitaler Strukturen. Davon sollen und werden auf Dauer alle Mitglieder der Kammer profitieren, ebenso wie vom verstärkten Einsatz von KI-Anwendungen im Apothekerhaus, für den im Berichtsjahr erste Grundlagen gelegt wurden, unter anderem auch durch den Aufbau eines internen Schulungsprogramms.

Bereich Recht und Auftragsverwaltung | AKWL Geschäftsbericht 2025 9

Tätigkeiten im Schwerpunkt Die Kammer hatte nach 2024 auch im Jahr 2025 die Geschäftsfüh rung der Arbeitsgemeinschaft der nordrhein-westfälischen Heil berufskammern (ARGE) inne. Funktional übernahm diese Aufgabe die Hauptgeschäftsführung der Kammergeschäftsstelle und die Rechtsabteilung. Die ARGE befasst sich mit Angelegenheiten, die die Heilberufskammern insgesamt betreffen. Zudem vertritt sie die Positionen der Heilberufskammern koordiniert nach außen. Im Jahr 2025 nahm die ARGE erneut zum Entwurf eines „Hoch schulstärkungsgesetzes NRW“ sowie zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes NRW Stellung. Die Stellungnahmen wurden von der Abteilung erarbeitet und innerhalb der ARGE abgestimmt. Zudem erfolgten umfangrei che Abstimmungen innerhalb der ARGE zum Haushaltswesen der Kammern und zur Beitragserhebung. Hintergrund ist, dass einzelne Kammern aktuell von Klagen ihrer Mitglieder gegen Beitragsbe scheide betroffen sind. Berufsaufsicht Eine der zentralen Aufgaben der Abteilung ist die Aufsicht über das berufliche Verhalten der Kammermitglieder. Im Jahr 2025 legte die Abteilung dem Vorstand 13 Sachverhalte zur Entscheidung über Be rufspflichtverletzungen vor. In zwei Fällen entschied der Vorstand auf eine schriftliche Abmahnung durch das Präsidium sowie in elf Fällen auf den Ausspruch einer förmlichen Rüge. Neun dieser Rügen wurden zusätzlich mit einem Ordnungsgeld verbunden, welches je nach Art und Schwere der Berufspflichtverletzung zwischen 500 € und 3.000 Euro betrug. Die Einleitung eines berufsgerichtlichen Ver fahrens war erfreulicherweise nicht notwendig. Im Jahr 2025 fanden zudem drei bei der Berufsgerichtsbarkeit an hängige Verfahren ihren Abschluss. Zum einen endete ein von der AKWL betriebenes berufsgerichtliches Verfahren mit der rechts kräftigen Feststellung durch das Landesberufsgericht (bei dem Oberverwaltungsgericht NRW), dass das betroffene Kammermit glied zur Ausübung des apothekerlichen Berufs unwürdig ist. Ge genstand des Verfahrens war eine Vielzahl von Sachverhalten, bei denen über einen längeren Zeitraum und in großem Umfang ge wichtige Berufspflichten verletzt wurden. Im Weiteren bestätigte das Berufsgericht (bei dem Verwaltungsgericht Münster) die be rufsrechtliche Bewertung zweier Sachverhalte durch die Kammer. Ein Fall betraf die versäumte Wahrnehmung eines Apothekennot dienstes sowie das unberechtigte Führen einer ehrenamtlichen Funktionsbezeichnung der Kammer. Der zweite Fall betraf die werb liche Auslobung von kostenfreien Schutzmasken für die Einlösung von Rezepten in den vom Kammermitglied betriebenen Apotheken während der Corona-Pandemie. Apothekenrecht und Berufsrecht Aktivitäten und Verfahren im Überblick

Sören Cromberg Bereichsleiter Recht und Auftragsverwaltung

„Auch im Jahr 2025 hatten wir wie im Jahr zuvor die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft aller NRW Heilberufskammern inne.“

Sören Cromberg

Aktuell ist zudem noch ein Verfahren bei dem Berufsgericht anhän gig, in dem ein Kammermitglied die ihm ausgesprochene berufs rechtliche Maßnahme überprüfen lässt. Gegenstand des Verfahrens sind Äußerungen des Kammermitglieds im Internet im Zusammen hang mit der Kammerwahl 2024 über bei der Wahl beteiligte Kolle gen. Die Äußerungen waren durch den Vorstand als unkollegial und als schädlich für das Ansehen des Berufsstands bewertet worden. Tätigkeiten im Übrigen Im Weiteren setzte die Abteilung in 2025 eine umfassendere Än derung der Weiterbildungsordnung der Kammer um, mit der u. a. die „Pädiatrische Pharmazie“ als neue Bereichsweiterbildung ein geführt wurde. Hierfür war insbesondere eine umfassende Verhält nismäßigkeitsprüfung vorzunehmen. Die Abteilung wirkte zudem an der Gestaltung und dem Erlass einer Prüfungsordnung für die Durchführung von Fachsprachenprüfungen mit. Im Jahr 2025 war ferner die Neuwahl nichtrichterlicher Beisitzer bei den Berufsge richten vorzubereiten. Zudem wurden mehrere umfassende DAT Anträge ausgearbeitet. Die Abteilung berät ferner die Organe der Kammer, ihre Geschäfts führung und Abteilungen sowie die Kammermitglieder in rechtli chen Angelegenheiten. Sie begleitet Projekte, sofern dies aufgrund rechtlicher Zusammenhänge erforderlich ist. Sie ist weiterhin regel mäßig an Austauschen mit den nordrhein-westfälischen Heilberufs kammern sowie den übrigen Landesapothekerkammern beteiligt. Gegenüber den Gesundheitsämtern werden häufig Stellungnah men zu apothekenrechtlichen Sachverhalten abgegeben. Regelmä ßig wird zudem die persönliche berufsrechtliche Zuverlässigkeit von Kammermitgliedern geprüft und diese bescheinigt.

AKWL Geschäftsbericht 2025 | Bereich Recht und Auftragsverwaltung 10

In herausfordernden Zeiten stabil bleiben PKA-Ausbildung: Standortsicherung ist Trumpf Die Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) bilden das organisatorische Rückgrat der Apotheke vor Ort. Umso wichtiger ist ein kritischer Blick auf die aktuelle Entwicklung der Ausbildungszah len. Im Berichtsjahr 2025 zeigt sich ein zweigeteiltes Bild: Während die absolute Zahl der Neuverträge einen leichten Rückgang ver zeichnet, konnte bei der infrastrukturellen Absicherung der Ausbil dung ein entscheidender Erfolg erzielt werden. Statistik: Kontinuität bei moderatem Rückgang Nach im Vorjahr 120 neu eingetragenen Berufsausbildungsverhält nissen wurden im aktuellen Berichtsjahr 2025 insgesamt 104 neue Verträge im Verzeichnis registriert. Auch wenn dies einen gering fügigen Rückgang bedeutet, lässt sich angesichts der allgemeinen Marktlage von einer Konsolidierung der Ausbildungssituation spre chen. Die Bereitschaft der Apotheken, in den eigenen Nachwuchs zu investieren, bleibt damit auf einem soliden Fundament. Erfolg für die Infrastruktur: Alle sechs Standorte gesichert Ein zentraler Meilenstein für die regionale Ausbildungssicherheit konnte erreicht werden: An allen sechs Berufskollegstandorten wurde nach Abstimmung mit den Schulträgern, den drei Bezirksre gierungen, jeweils eine Unterstufenklasse eingerichtet. Dies ist ein wichtiges Signal für die Branche. Die Sicherung der PKA-Fachklassen garantiert, dass angehende Fachkräfte weiterhin wohnortnah be schult werden können. Lange Pendelwege werden vermieden, was die Attraktivität der Ausbildung für junge Schulabgänger erhält.

Klaus Bisping Abteilungsleiter Dienstbereitschaft und Ausbildung PKA / PTA

„Die wohnortnahe Beschulung der Auszubildenden sicherzustellen, ist unser Ziel in Zeiten des demografi schen Wandels.“

Klaus Bisping

den Jahre die Bewältigung des demografischen Wandels. Der Wett bewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte verschärft sich: Fachkräftemangel: Immer mehr Betriebe haben Schwierigkeiten, ihre freien Lehrstellen adäquat zu besetzen. Nachfragebündelung: Es existiert weiterhin ein deutliches Inter esse an der PKA-Ausbildung, das jedoch noch effektiver mit den Kapazitäten der aktiv ausbildenden Apotheken zusammengeführt werden muss. Um im verschärften Personalwettbewerb nicht abgehängt zu wer den, sind die Betriebe gefordert, ihre Vorzüge als moderne, krisen sichere Arbeitgeber noch deutlicher zu kommunizieren. Nur durch eine proaktive Ansprache von Interessenten kann die Lücke zwi schen Angebot und Nachfrage dauerhaft geschlossen werden.

Herausforderung Demografie: Aktive Ansprache wichtig Trotz der stabilen Standorte bleibt die größte Aufgabe der kommen

PRÜFUNGEN IM SCHULJAHR 2025/2026

ZENSURENSPIEGEL DER ABSCHLUSSPRÜFUNGEN FÜR PKA

PKA-Prüfung

teilgenommen bestanden nicht bestanden

Sommerprüfung 2025 Note 1 Note 2 Note 3 Note 4 nicht bestanden insgesamt 3 17 29 25 11 85

Sommerprüfung

85 23 86

74 18

11

Winterprüfung

5

Zwischenprüfung 1

1 Bei der Zwischenprüfung wird lediglich die Teilnahme bestätigt.

Winterprüfung 2025/26 Note 1 Note 2 Note 3 Note 4 nicht bestanden insgesamt - 4 7 7 5 23

AKWL Geschäftsbericht 2025 | Bereich Recht und Auftragsverwaltung 11

Der Kampf um die Mitarbeitenden von morgen

Die Sicherung des Fachpersonals ist angesichts des demografischen Wan dels und des wachsenden Fachkräftemangels eine der zentralen Zukunfts aufgaben.

Nachwuchsoffensive auf Hochtouren

WOHNORTNAHE BESCHULUNG Das duale Ausbildungssystem bildet das Fundament für die quali fizierte Ausbildung zum/zur Pharmazeutisch-kaufmännischen An gestellten (PKA). Dieses System ist durch das Zusammenspiel der betrieblichen Ausbildung in den Apotheken und dem theoretischen Unterricht in den PKA-Fachklassen an den Berufskollegs gekenn zeichnet. Die AKWL, die nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle für die PKA-Ausbildung ist, pflegt einen kontinuierlichen und engen Austausch mit allen beteiligten Berufskollegs, um eine rei bungslose Verzahnung der Lernorte zu gewährleisten. Ein wesentliches Element der Qualitätssicherung ist die aktive Mit arbeit von Fachleuten aus der Praxis in den entscheidenden Gre mien: Berufsschullehrer*innen sowie Apotheker*innen, die an den Berufskollegs unterrichten, bringen ihre Expertise in die Prüfungs ausschüsse ein. Im Berufsbildungsausschuss gewährleistet die enge Zusammenrbeit, dass die Inhalte der Ausbildung stets den aktuellen Anforderungen der Berufspraxis in der Apotheke entsprechen. Die Sicherung des Fachpersonals ist angesichts des demografischen Wandels und des wachsenden Fachkräftemangels eine der zentra len Zukunftsaufgaben. 2025 hat die Apothekerkammer Westfalen Lippe ihre Anstrengungen in der Nachwuchswerbung nochmals in tensiviert und eine beeindruckende Offensive gestartet. Flächendeckende Präsenz auf 89 Veranstaltungen Die Nachwuchswerbung nahm auch im Berichtsjahr 2025 einen sehr hohen Stellenwert ein. Als Herzstück dieser Kampagne diente die bewährte Wanderausstellung „Arbeiten im Apothekenteam“. Die Ausstellung war auf insgesamt 89 Berufsinformationsveran staltungen und Berufsmessen im Einsatz. Das Format zielte auf ma ximale Reichweite ab: • Überregionale Fachmessen: Mehrtägige Großveranstaltungen mit einer Vielzahl von Ausstellern boten die Bühne, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. • Regionale Schulveranstaltungen: Eintägige Events direkt in Realschulen, Gymnasien und Berufskollegs ermöglichten eine direkte Ansprache der Zielgruppe. Durch diese breite Streuung konnten zehntausende Schülerinnen und Schüler erreicht und für die vielseitigen Berufe im Apotheken

team begeistert werden.

Durch den engen Austausch mit den Schuldezernentinnen und -de zernenten der Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold und Münster konnte die flächendeckende Beschulungsinfrastruktur bisher nach haltig gesichert werden. Derzeit werden die Auszubildenden zur/ zum PKA an sechs spezialisierten Berufskollegs in Westfalen-Lippe unterrichtet. Um den Praxisbezug im theoretischen Unterricht zu garantieren, sind dort aktuell acht approbierte Apothekerinnen und Apotheker im Rahmen des PKA-Fachkundeunterrichts tätig. Die sechs Berufskollegs in Westfalen-Lippe: • Bielefeld: Rudolf-Rempel-Berufskolleg • Dortmund: Robert-Schuman-Berufskolleg • Gelsenkirchen: Berufskolleg am Goldberg – Wirtschaftsgymnasium • Hagen: Berufskolleg der Stadt Hagen – Kaufmannsschule I • Herne: Mulvany Berufskolleg • Münster: Hansa-Berufskolleg Ehrenamtliches Engagement als Grundpfeiler Der Erfolg dieser Nachwuchsoffensive ist untrennbar mit dem Ein satz der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer verbunden. Die Messestände wurden von engagierten Apothekenleiterinnen und -leitern sowie Mitarbeitenden aus den jeweiligen Regionen betreut. Sehr häufig waren auch Vertreterinnen und Vertreter der PTA-Fach schulen vor Ort, die authentische Einblicke in den Ausbildungsalltag gaben. Diese Mobilisierung der Basis macht die Initiative erst reali sierbar. Unser herzliches Dankeschön gilt daher allen Standbetreue rinnen und -betreuern für ihr unermüdliches Engagement und ihre investierte Zeit. Zukunftssicherung erfordert Innovation In Zeiten eines steigenden Fachkräftebedarfs genügt es nicht, sich auf bewährte Methoden zu verlassen. Es gilt, sich weiterhin aktiv und innovativ um den Berufsnachwuchs zu bemühen. Die AKWL setzt darauf, neue Formate zu entwickeln und die Apothekenberufe noch öffentlichkeitswirksamer und moderner zu präsentieren. Wer sich behaupten will, muss sichtbar sein.

AKWL Geschäftsbericht 2025 | Bereich Recht und Auftragsverwaltung 12

BEFREIUNGEN 2025 entschied die Kammergeschäftsstelle über 102 Anträge auf Be freiung von der Verpflichtung zur Dienstbereitschaft für die Dauer der Betriebsferien und bei Vorliegen eines berechtigten Grundes gemäß Paragraph 23 Abs. 2 der Apothekenbetriebsordnung. 29 Mal wurde eine Befreiung von der Verpflichtung zur Dienstbereitschaft für die Dauer der Betriebsferien und 73 Mal eine Befreiung aus berechtigtem Grund erteilt, beispielsweise aufgrund von Renovierungsarbeiten oder persönlichen Härtefällen. Außerdem wurde gemäß § 23 Abs. 3 Apothekenbetriebsordnung in fünf spezifischen Fällen eine Befreiung vom Aufenthalt in unmittel barer Nachbarschaft zu den Apothekenbetriebsräumen während des Notdienstes (sog. Rufbereitschaft) ausgesprochen. Die flächendeckende Notdienstversorgung der Bevölkerung hat oberste Priorität. Angesichts der dynamischen Veränderungen in der Apothekenlandschaft – Schließungen wie Neueröffnungen – steht die Notdienstorganisation der AKWL vor der anspruchsvollen Aufgabe, das System kontinuierlich anzupassen. Im Berichtsjahr 2025 wurden 86 Apothekenschließungen und zwölf Neueröffnun gen nahtlos in die bestehenden Notdienstpläne integriert. Ad-hoc-Veränderungen erfordern flexible Planung Die Organisation der Notdienste im Jahr 2025 war von zahlreichen Ad-hoc-Veränderungen geprägt. Insgesamt mussten 86 Schließun gen berücksichtigt werden (davon allein 49 im Berichtsjahr), die zu mitunter kurzfristigen Umverteilungen führten. Dieser Prozess war administrativ intensiv: 883 Notdienste wurden von den schlie ßenden Apotheken auf umliegende Betriebe umverteilt. Die geo grafische Entfernung zu den übrigen Apotheken und die bisherige Notdienstbelastung der benachbarten Apotheken ebenso wie Ka renzzeiten vor bzw. nach bisherigen Notdienstterminen sind dabei die zentralen Kriterien, die eine faire, ausgewogene und logistisch sinnvolle Neuverteilung gewährleisten. Zwölf Neueröffnungen, drei davon im Berichtsjahr, sorgten im Umkehrschluss dafür, dass die benachbarten Apotheken um 49 Dienste entlastet werden konnten. 871 Anträge auf Notdiensttausch Neben strukturellen Anpassungen verwaltet die Kammer auch in dividuelle Wünsche der Mitglieder. Im Berichtsjahr 2025 wurden 871 Anträge auf Notdiensttausche bearbeitet. Die Hälfte der An träge (434) ging innerhalb der gebührenfreien Tauschfrist ein. Eine reibungslose Information der Apotheken über vorgenommene Notdienstorgani- sation sichert Versorgung 86 Apothekenschließungen in Not dienstpläne integriert

Änderungen (aufgrund von Schließungen, Eröffnungen und Tau schen) ist essenziell. Die betroffenen Apotheken wurden detailliert informiert – entweder durch gesonderte Schreiben bei direkter Be troffenheit oder durch individuelle Hinweise, die sich auf den Not dienstaushang auswirkten. Diese Benachrichtigungen erfolgen in aller Regel jeweils am Freitagvormittag, um maximale Planungssi cherheit für die Folgewoche zu bieten. Nacht- und Notdienstfonds Im Berichtsjahr 2025 wurden der Kammer 26.017 geleistete Not dienste gemeldet. Die Höhe der den Apotheken gewährten Pau schalen variiert quartalsweise, basierend auf den bundesweit ein gezahlten Beiträgen und der Gesamtzahl der geleisteten Dienste: 1. Quartal: 6.441 Notdienste mit einer Pauschale von 556,22 € 2. Quartal: 6.476 Notdienste mit einer Pauschale von 533,76 € 3. Quartal: 6.508 Notdienste mit einer Pauschale von 535,00 € 4. Quartal: 6.592 Notdienste mit einer Pauschale von 550,53 €

REZEPTSAMMELSTELLEN

Rezeptsammelstellen bleiben eine wichtige Ergänzung für die flä chendeckende Arzneimittelversorgung der Bevölkerung, wenn auch aufgrund der Einführung des E-Rezeptes mit abnehmender Bedeu tung. In Westfalen-Lippe wurden (Stand: 31. Dezember) 25 Rezept sammelstellen betrieben, fünf weniger als 2024. Im Berichsjahr ge nehmigte die Kammer bei sechs bestehenden Rezeptsammelstellen – nach Überprüfung der Voraussetzungen – den Weiterbetrieb und erteilte hierfür die Erlaubnisbescheide für die Dauer von drei Jahren. Eine vollständige Übersicht aller genehmigten und betriebenen Rezeptsammelstellen sowie weiterführende Informationen zu den Genehmigungskriterien finden Kammermitglieder im internen Be reich von akwl.de.

Bereich Pharmazie: Pharmazeutische Praxis und Arzneimittelinformation | AKWL Geschäftsbericht 2025 13

Orientierung in komplexen Zeiten Abteilung ordnet die immer neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse ein In einer Welt, die einerseits durch immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse und andererseits durch Fake News und zunehmende Verunsicherung geprägt ist, ist die Abteilung für Arzneimittelinfor mation und Medikationsmanagement kompetente Ansprechpart nerin, die den Mitgliedern in allen pharmakotherapeutischen Frage stellungen wissenschaftlich fundiert zur Seite steht. Neben der Beantwortung patientenindividueller Anfragen gab die Abteilung ihre Informationen und Erkenntnisse auch 2025 in vielfältiger Form aktiv weiter – zum Beispiel durch Inhalte auf der AKWL-Website oder durch das seit Jahren etablierte Format „Rundmail Arzneimittelinformation“, das in diesem Jahr durch die Zusammenarbeit mit der Abteilung Pharmazeutische Praxis unter dem Namen „Rundmail Pharmazie“ auf noch breitere Füße gestellt wurde. Außerdem wirkten die Mitarbeiterinnen in der Bereichswei terbildung „Ernährungsberatung“ mit, boten Fortbildungsveran staltungen für Apotheker*innen und PTA an, engagierten sich als Autorinnen für das Fortbildungsjournal und führten Veranstaltun gen im Praxisbegleitenden Unterricht durch. So profitiert auch der pharmazeutische Nachwuchs von Anfang an von der in der Abtei lung vorhandenen Expertise. Starkes Netzwerk für Klinische Pharmazie Das Netzwerk „Stationsapotheker:in NRW“, das 2023 zur nieder schwelligen Vernetzung und zur Förderung des gegenseitigen Aus tauschs klinisch tätiger Apotheker*innen gegründet wurde, kam auch dieses Jahr wieder zweimal zu sehr erfolgreichen Präsenztref fen zusammen – traditionell einmal in Westfalen-Lippe (Minden) und einmal in Nordrhein (Düsseldorf). Auch für 2026 sind bereits die ersten Veranstaltungen als gemeinsames Angebot des Landes verbands NRW der ADKA sowie der Apothekerkammern Nordrhein und Westfalen-Lippe geplant.

Dr. Julia Podlogar Abteilungsleiterin Arzneimittelinformation und Medikationsmanagement

„Gerade auch der pharmazeutische Nachwuchs soll von Anfang an von der in unserer Abteilung vorhandenen Expertise profitieren.“ Jessica Flühe und Heike Steen, die bereits Fachapothekerinnen für Allgemeinpharmazie sind, haben die Weiterbildung zur Fachapothe kerin für Arzneimittelinformation begonnen und werden dabei von Dr. Susanne Meseke und Dr. Julia Podlogar als Ermächtigte betreut. Darüber hinaus werden noch mehrere externe Weiterzubildende im Gebiet „Arzneimittelinformation“ betreut. Engagement auf Bundesebene Außerhalb der AKWL standen die Mitarbeit in der AG „Krisenvor sorge“ bei der Bundesapothekerkammer sowie in einer vom MAGS einberufenen Expertengruppe zur Neufassung der Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Ein richtungen im Mittelpunkt – ebenso wie die Vernetzung mit den Arzneimittelinformationsstellen der anderen Apothekerkammern im Rahmen der jährlichen AMINO-Tagung und das Engagement im ABS-Netzwerk Westfalen-Lippe. Zum wiederholten Male nahm die Abteilung erfolgreich am Ringversuch „Arzneimittelinformation“ der ADKA teil, um die Qualität ihrer Arbeit auch von externer Stelle validieren zu lassen. Dr. Julia Podlogar

Starkes Netzwerk: Am 13. September 2025, fand in den Räumlichkeiten der Uniklinik Düsseldorf das 4. Präsenztreffen des Netzwerks „Stationsapotheker:in NRW“ statt. 35 klinisch tätige Apothekerinnen und Apotheker aus ganz Nordrhein-Westfalen nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.

AKWL Geschäftsbericht 2025 | Bereich Pharmazie: Pharmazeutische Praxis & Arzneimittelinformation 14

Von Lieferengpässen bis pdl-Sprechstunde PharmPrax als zentrale Beratungsstelle für den Apothekenbetrieb

Ute Behle Bereichsleiterin AM-Info und PharmPrax

Information und Beratung In den unterschiedlichsten Bereichen des Apothekenalltags unter stützte die Abteilung Pharmazeutische Praxis (PharmPrax) die Kol leginnen und Kollegen in den Apothekenteams auch 2025 wieder. Konkrete Arbeitshilfen und praxisnahe Handlungsanweisungen wurden den Mitgliedern sowohl per Rundschreiben (AKWL aktuell und Pharmazie aktuell), Newsletter oder Veröffentlichung im Mit teilungsblatt, als auch auf der Website zeitnah zur Verfügung ge stellt. Hinzu kam die Beantwortung zahlreicher meist telefonischer Einzelanfragen. Diese betrafen Themen wie Möglichkeiten bei Lie ferengpässen, Importmöglichkeiten, Heimversorgung, Durchfüh rung pharmazeutischer Dienstleistungen, Verblisterung, Abgabe von Gefahrstoffen, Rezeptur und Defektur, Abgabe von Arzneimit teln für Tiere, Umgang mit Medizinprodukten, das Betäubungsmit telrecht und alle sonstigen Aspekte des Apothekenrechts. Die Pharmprax hat 2025 außerdem das Angebot der sogenann ten pDL-Sprechstunde fortgeführt, d. h auf Anfrage wurde mit dem einzelnen Apothekenteam in einem individuellen Termin ein kos tenloses, ca. 30-minütiges Online-Gespräch geführt als Starthilfe zur Durchführung von pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL). Zudem wurde die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA ) 2025 von der Abteilung Pharmazeutische Praxis begleitet. Bürokratieabbau und Apothekenüberwachung Für das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes NRW erarbeitete die PharmPrax Vorschläge zum Bürokratie abbau im Apothekenalltag. Zum Thema Veränderungen zur Weiter entwicklung der Apothekenaufsicht in NRW stand die PharmPrax dem MAGS sowie dem neu gegründeten Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA) als Ansprechpartnerin zur Verfügung und wird zukünftig für die AKWL an der Erarbeitung neuer Verfahrens anweisungen beteiligt sein. Rezeptfälschungen, Arzneimittelmissbrauch Darüber hinaus beriet die PharmPrax Apothekenteams regelmäßig zum Vorgehen bei Rezeptfälschungen in der Apotheke und zum Umgang mit Verdachtsfällen von Arzneimittelmissbrauch. Vor al lem berichteten Apotheken über Fälle von gefälschten Rezepten für Ozempic oder Mounjaro. Notfalldepots Der PharmPrax oblag auch 2025 wieder die Betreuung und Orga nisation der drei Notfalldepots der Apothekerkammer Westfalen Lippe. Im Berichtsjahr stellte die Beschaffung des Diphtherie Antitoxins und des Schlangengift-Immunserums eine besondere Herausforderung dar.

„Unser Anspruch: Bei der Bewältigung der zahlreichen Herausforderungen im Apothekenalltag durch konkrete Informationen und praxisnahe Tipps tatkräftig unterstützen.“ Sonstige Tätigkeiten Bei abteilungsübergreifenden Projekten und Anfragen beriet die Abteilung Pharmazeutische Praxis die weiteren Bereiche der Kam mergeschäftsstelle und leistete z. B. bei Vorgängen der Rechtsab teilung, der QM-Abteilung, der Fort- und Weiterbildung und der Pressearbeit fachliche Unterstützung. Durch Präsentation einzelner Themen beteiligte sich die Pharm Prax auch im Jahr 2025 wieder am Praxisbegleitenden Unterricht der Pharmaziestudierenden. Außerdem oblag der PharmPrax die Mitarbeit im Fachbeirat Sucht des MAGS und die Mitwirkung an der Organisation des 12. Nordrhein-Westfälischen Kooperationstags Sucht im September 2025 in Bochum. Ute Behle

Auch in 2025 beantworteten die Mitarbeiter*innen in der PharmPrax zahlreiche, meist telefonische, Anfragen aus den Apothekenteams.

Bereich Pharmazie: Aus-/Fortbildung und AMTS, Weiterbildung & Qualitätssicherung | AKWL Geschäftsbericht 2019 15

Weiterbildung mit guter Resonanz

366 Teilnehmer*innen in den Gebietsweiterbildungen geschult

Dr. Sylvia Prinz Bereichsleiterin Aus-/Fortbildung u. AMTS, Weiterbildung & Qualitätssicherung

Gebietsweiterbildungen In den Weiterbildungsgebieten gab es 14 Veranstaltungen (im Um fang von vier bis 20 Stunden). Davon fanden je sieben Seminare in Präsenz und als Live-Online-Seminare statt. Insgesamt wurden 366 Teilnehmer*innen in den Gebietsweiterbildungen geschult. Aktuelles von den Bereichsweiterbildungen • Der 7. Seminarzyklus Infektiologie wurde mit 27 Teilneh mer*innen im März gestartet und in Präsenz bzw. als Live-On line-Seminare durchgeführt. Die Abschlussprüfungen erfolgen 2026 an drei Prüfungsterminen. • Geriatrische Pharmazie : Der 12. Seminarzyklus startete mit 25 Teilnehmer*innen im Juni 2024 und wurde bis März 2025 in Präsenz bzw. als Live-Online-Seminare durchgeführt. Die Ab schlussprüfungen erfolgten an drei Prüfungstagen in Präsenz. • Medikationsmanagement im Krankenhaus : Der 4. Seminarzy klus begann mit 17 Teilnehmer*innen im Februar 2025 und wurde bis November 2025 in Präsenz bzw. als Live-Online-Se minare durchgeführt. Die Abschlussprüfungen erfolgen an drei Prüfungstagen im Jahr 2026. • Ernährungsberatung : Der 12. Zyklus startete im August 2024 mit 26 Teilnehmer*innen und wurde bis Juni 2025 durchgeführt. Die 100 Seminarstunden wurden nach den neuen Richtlinien in einem Mix aus Präsenz und online geschult, im Jahr 2024 an zwei Wochenenden, eins davon live-online. Die Prüfungen wur den im September 2025 abgenommen. • Onkologische Pharmazie : Im August fand ein Seminartermin mit 22 Teilnehmer*innen statt. Refresher-Seminare für Weitergebildete Insgesamt wurden im Berichtsjahr 206 Weitergebildete durch Auf frischungsseminare wieder auf den neuesten Stand gebracht. Geriatrische Pharmazie: Im Juni 2025 referierte Apotheker Dr. Se bastian Baum zum Thema „Geriatrie für Klinik-Apotheker Altersme dizin“ online vor 25 Teilnehmern. Infektiologie: Am 5. März 2025 fand ein Live-Online-Seminar zum Thema „Leitlinie Perioperative Antibiotika-Prophylaxe“, online mit 181 Teilnehmer*innen statt. Weiterbildungszirkel Zwei Weiterbildungszirkel wurden im Jahr 2025 dezentral im Kam mergebiet durch Weiterzubildende selbst digital organisiert. Hieran nahmen elf Weiterzubildende teil. Drei Weiterbildungszirkel zum Thema „Projektarbeit“ wurden durch die Geschäftsstelle organisiert. Hieran nahmen insgesamt 41

Weiterzubildende teil. An einem weiteren zum Thema „Rezeptur“ nahmen sechs Weiterzubildende teil.

Weiterbildungsprüfungen Im Jahr 2025 konnten alle Weiterbildungsprüfungen in Präsenz er folgen. Hier die Übersicht über alle Prüfungen: • Allgemeinpharmazie: ein Prüfling, bestanden • Klinische Pharmazie: 15 Prüflinge, alle bestanden, davon zwei in der Wiederholungsprüfung (drei Prüfungstage) • Pharmazeutische Analytik und Technologie: zwei Prüflinge, beide bestanden (ein Prüfungstag) • MMIK: vier Prüflinge, alle bestanden (ein Prüfungstag) • Onkologische Pharmazie: drei Prüflinge, alle bestanden (ein Prüfungstag) Änderung der Weiterbildungsordnung Die Kammerversammlung hat in ihrer Sitzung am 11. Juni 2025 einstimmig der Änderung der Weiterbildungsordnung zugestimmt. Die wichtigsten Änderungen sind: Konkretisierung der Projektarbeit In § 3 Abs. 3 Weiterbildungsordnung wird nun festgehalten, dass für die meisten Weiterbildungen eine Projektarbeit anzufertigen ist, die nach den Grundsätzen des wissenschaftlichen Arbeitens zu erstellen ist und einen Theorie- und Praxisbezug aufweisen muss. Festlegen der Größe der Prüfungsausschüsse auf drei Mitglieder Aufgrund einer Änderung des § 39 Abs. 2 Satz 3 Heilberufsgesetz NRW wird in der Weiterbildungsordnung ein neuer § 9 Abs. 1 ein geführt, der die Vorgaben zur Besetzung der Prüfungsausschüsse zusammenfasst.

Einführung der neuen Bereichsweiterbildung Pädiatrische Pharmazie

Neufassung der Anlage zur Weiterbildungsordnung Die Gebiete „Allgemeinpharmazie“ und „Klinische Chemie“ und die Bereiche „Ernährungsberatung“ und „Geriatrische Pharmazie“ sind überarbeitet und die Weiterbildungsziele neu ausgearbeitet worden. Die Gebietsweiterbildung „Toxikologie und Ökologie“ ist in „Toxikologie“ umbenannt worden. Das Weiterbildungsgebiet „The oretische und Praktische Ausbildung“ ist punktuell überarbeitet worden.

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