Online-Mitteilungsblatt 1/2026, 1. Juni 2026
KAMMERVERSAMMLUNG
Aufbruch in eine neue pharmazeutische Zukunft
Kammerversammlung einig: Honorarerhöhung muss jetzt kommen.
> Im Mittelpunkt der Kammerver sammlung in Münster-Roxel stand der Blick nach vorn: AKWL-Präsi dentin Gabriele von Elsenau Over wiening zeichnete in ihrem Bericht ein bewusst positiv-optimistisches Zukunftsbild der Apotheke vor Ort – trotz aller Steine, die man noch aus dem Weg räumen müsse. Die Kammerpräsidentin betonte in ihrem Bericht, dass die jüngsten politischen Ent scheidungen und die geplanten Reformen neue Chancen für die Apothekerschaft eröffnen. Insbesondere der Ausbau phar mazeutischer Dienstleistungen (pDL), erweiterte Impfangebote sowie zusätzli che heilberufliche Befugnisse stärken die Rolle der Apotheke im Gesundheitswe sen nachhaltig, so die Präsidentin. Neue Leistungen seien dabei weit mehr als zu sätzliche Vergütungsangebote – sie seien ein zentraler Baustein für die Weiterent wicklung der Apotheke als unverzichtbare Säule der wohnortnahen Gesundheitsver sorgung: „Vor uns liegt der Aufbruch in eine ganz neue pharmazeutische Zukunft mit neuen pharmazeutischen Aufgaben, mit versorgenden Aufgaben und ich hof fe sehr, dass wir das als große Chance
nutzen für eine optimierte Versorgung der Menschen.“ Die Entwicklung zeige bereits Wirkung: Mehr als die Hälfte der Apotheken in Deutschland bietet inzwischen pharma zeutische Dienstleistungen an, die Zahl der erbrachten Leistungen wächst seit Jahren dynamisch.
Zugleich verwies die Präsiden tin darauf, dass die wirtschaftli che Situation vieler Apotheken trotz erster Verbesserungen weiterhin angespannt bleibe. Auch wenn nicht alle Hono
„ DIE ZUGESAGTE HONO RARERHÖHUNG MUSS KOMMEN. ZEITNAH.“
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir unter die 1.600er-Marke rutschen. Das sind fast 700 Apotheken weniger in nur zwei Jahr zehnten und zugleich eine Halbierung der Inhaberinnen und Inhaber von fast 2.300 auf nur noch 1.165.“ Zum Jahresende gehe man von einem weiteren Rückgang der Betriebsstätten auf 1.580 aus. Apothekerparlament schließt Haushalts jahr 2025 ab Die Delegierten entlasteten Vorstand und Geschäftsführung. Zudem bestätigten sie den von Friedrich Averbeck, Bereichs leiter Finanzen der AKWL, vorgestellten
rarforderungen erfüllt würden, bringe die Reform indes dank einer zu erwartenden leicht erhöhten Vergütung finanzielle Verbesserungen mit sich. „Diese von der Koalition fest zugesagte Erhöhung muss nun auch kommen. Und zwar zeitnah.“ Der Berufsstand habe 14 Jahre und damit länger als wirtschaftlich verkraftbar auf eine Verbesserung gewartet. Dass die Ho norarerhöhung noch nicht umgesetzt, die Kürzung zum 1.1.2027 um 30 Cent pro Pa ckung allerdings schon verabschiedet sei, habe das Vertrauen in die Politik erschüt tert. Das zeigen auch die Zahlen: „Wir ste hen aktuell nur noch bei 1.602 Apotheken.
4 / AKWL Online- Mitteilungs blatt
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