AKWL-Geschäftsbericht 2025
WIVA | AKWL Geschäftsbericht 2025
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WIVA macht den Wandel im Beruf der Apotheker*innen greifbar Versorgungsforschung aus Münster für den gesamten Berufsstand
Modellvorhaben zur Grippeimpfung Im Berichtsjahr hat das Wissenschaftliche Institut für Versorgungs forschung (kurz WIVA) als Einrichtung unter dem Dach der Apothe kerkammer Westfalen-Lippe zentrale wissenschaftliche Ergebnisse aus mehreren Forschungs- und Entwicklungsprojekten erfolgreich veröffentlicht und präsentiert. Hervorzuheben ist insbesondere die Publikation der Ergebnisse des Modellvorhabens zur Grippeimpfung in Apotheken, die gemein sam mit weiteren Forschergruppen realisiert wurde. Die Studie von Werthner et al. zur Kundenzufriedenheit, Sicherheit und Akzeptanz von Influenza-Impfungen in öffentlichen Apotheken in Deutschland wurde zu Anfang des Jahres in der Fachzeitschrift Vaccine veröffent licht. Grundlage der Auswertung waren über 11.000 Rückmeldungen aus drei Impfsaisons. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie eine ausgeprägte Offenheit ge genüber weiteren Impfangeboten in Apotheken. Zudem verdeut lichen die Daten das Potenzial apothekenbasierter Impfungen zur Verbesserung der bislang unzureichenden Durchimpfungsraten in Deutschland. Die Bedeutung dieser Ergebnisse für die Weiterentwicklung phar mazeutischer Dienstleistungen wurde zusätzlich durch ein Inter view mit Dr. Oliver Schwalbe unterstrichen, das unter dem Titel „Keine Daten für die Schublade“ in der Deutschen Apotheker Zei tung erschien. Darin wurden insbesondere die praxisrelevanten Im plikationen der Modellvorhaben hervorgehoben. Evaluation des Projektes Stationsapotheker:in NRW Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Projekt Stationsapotheker:in NRW. Ergebnisse aus diesem Projekt wurden im Berichtsjahr auf mehreren wissenschaftlichen Veranstaltungen vorgestellt: als Pos ter auf dem ADKA-Jahreskongress im Mai in Berlin, als Vortrag auf dem Deutschen Kongress für Versorgungsforschung im September 2025 in Hamburg sowie auf dem ADKA-NRW Regionalkongress im November 2025 in Bochum. Damit wurde die Sichtbarkeit des Pro jekts sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene weiter gestärkt. Vielfältige wissenschaftliche Qualifizierungsarbeiten Im Bereich wissenschaftlicher Qualifizierungsarbeiten konnte die Masterarbeit von Simon Siuts im Projekt WIVA-Index erfolgreich abgeschlossen werden. Die Arbeit mit dem Titel „Untersuchung des Implementierungsprozesses pharmazeutischer Dienstleistungen in Westfalen-Lippe“ liefert wichtige Erkenntnisse zu fördernden Fakto
ren und bestehenden Hürden bei der Umsetzung pharmazeutischer Dienstleistungen. Parallel dazu wurde das Masterarbeitsprojekt von Sarah Wimber gestartet, das sich mit der vertiefenden Analyse der Umfrageergebnisse im Projekt Stationsapotheker:in NRW befasst. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr zwei Pharmazeutinnen im Praktikum fachlich betreut. Lucia Beerhorst bearbeitete ein Projekt zu Medikationsfehlern im Zusammenhang mit Tablettenprägungen. Die Ergebnisse wurden gemeinsam mit weiteren Autorinnen und Autoren in der Pharmazeutische Zeitung unter dem Titel „Tablet tenprägungen – Wenn Zahlen täuschen“ publiziert. Yureshika Blank Burian unterstützte das Projekt Stationsapotheker:in NRW maßgeb lich bei der Auswertung von Interviews mit Stationsapotheker:innen sowie den kooperierenden Ärztinnen und Ärzten. WIVA-Index macht das Institut wissenschaftlich sichtbar Weitere wissenschaftliche Sichtbarkeit erlangte das Projekt WIVA Index durch die Veröffentlichung erster Ergebnisse in der Deutschen Apotheker Zeitung. Der Beitrag beleuchtet zentrale Hürden und fördernde Faktoren bei der Implementierung pharmazeutischer Dienstleistungen im Apothekenalltag. Abgerundet wurde das Berichtsjahr durch einen Keynote-Vortrag von Dr. Oliver Schwalbe im Rahmen der Jahrestagung der Gesell schaft für Arzneimittelanwendungsforschung und Arzneimittel epidemiologie in Erfurt. Unter dem Titel „Fehlermanagement in CIRS-NRW“ wurden aktuelle Erkenntnisse zur Arzneimittelthera piesicherheit und zum Umgang mit Fehlern im Versorgungssystem vorgestellt.
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