Mitteilungsblatt 2/2022, 12. Mai 2022

DER VORSTAND INFORMIERT

Unsere Frage: Welche Position bezieht Ihre Partei zum freien Heilberuf Apothe- ker*in? Anzahl der Studienplätze zur Fachkräfte- sicherung in Apotheken erhöhen Die nachhaltige Fachkräftesicherung bei der Arzneimittel- und Gesundheitsversor- gung vor Ort ist in Anbetracht des stei- genden Bedarfs an Apothekerinnen und Apothekern unverzichtbar. Unsere Frage: Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, dass sich die Anzahl an Studi- enplätzen an den universitären Stand- orten mit Pharmaziestudium in Nord- rhein-Westfalen (Düsseldorf, Bonn und Münster) erhöht und ein weiterer Stand- ort in Ostwestfalen etabliert wird? Patienten benötigen eine verlässliche Arz- neimittelversorgung und die Apotheken diedafür notwendigenRahmenbedingun- gen, um diese weiterhin sicher und unter- brechungsfrei sicherstellen zu können. Mit dem analogen Rezept ist das gewähr- leistet. Apotheker*innen und Ärzt*innen sehen das bei einer Umstellung auf ein elektronisches Rezept aber sehr gefährdet. Unsere Frage: Wird sich Ihre Partei für eine sichere und unterbrechungsfreie Arzneimittelversorgung engagieren? Der Bedarf an pharmazeutischen Fach- kräften wie PTA zur Sicherstellung der Arzneimittelversorgung über die Apothe- ken vor Ort ist groß und nimmt weiter zu. Eine PTA-Ausbildung bedeutet Jobgaran- tie und Sicherheit. Wer die PTA-Schule er- folgreich beendet, findet ganz besonders in der Apotheke vor Ort einen fachlich an- spruchsvollen Arbeitsplatz in einem fami- lienfreundlichen Umfeld. Unsere Frage: Wird sich Ihre Partei für die zukunftsfähige Sicherstellung der über 2.000 PTA-Ausbildungsplätze in NRW und 14 PTA-Lehranstalten einsetzen und im Falle einer Regierungsbeteiligung auch weiterhin die entsprechenden Fördermit- tel bereitstellen? Zahlen, Daten, Fakten für die Politik Mit den Wahlprüfsteinen haben wir den politischen Entscheider*innen eine Reihe wichtiger Zahlen, Daten und Fakten an Arzneimittelversorgung muss weiterhin sicher und unterbrechungsfrei sein Ausbildung von PTA zukunftsfähig sicher- stellen

Mindestens zwei dieser vier Köpfe dürften nach der Landtagswahl am 15. Mai die Politik in NRWmaß- geblich gestalten. Thomas Kutschaty (SPD) fordert den amtierenden Ministerpräsidenten Hendrik Wüst heraus. Mona Neubaur (Grüne) will mit ihrer Partie wieder Teil der Regierung werden, und Joachim Stamp (FDP) will mit seiner Partei die Regierungsarbeit fortsetzen (Fotos von links oben im Uhrzeigersinn).

schnell umgesetzt, wie u. a. die Schaffung einer Test-Infrastruktur zur Durchführung von Bürgertests, die Aufbereitung (Re- konstitution) von Corona-Impfstoffen in den 53 Impfzentren in NRW, die Impf- stoffversorgungslogistik und somit die Auslieferung an die ca. 11.000 Hausarzt- praxen in NRW sowie der Fach-, Betriebs und Privatärzte, die Digitalisierung von Impf- und Genesenenzertifikaten und die Durchführung von Corona-Impfungen in Apotheken. Darüber hinaus sind die Apotheken als mittelständische Betriebe und wohnort- nahe Arbeitgeber ein zentraler kommu- naler Wirtschaftsfaktor und Jobmotor in unserem Bundesland. <

die Hand gegeben. So garantieren Apo- thekerinnen und Apotheker als freie und unabhängige Heilberufler eine sichere, schnelle und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerungmit Arzneimitteln. In den ca. 4.000 Apotheken in Nordrhein-West- falen erhalten über 800.000 Kunden und Patienten täglich von hochqualifizierten Apothekenteams eine fachkundige per- sönliche Beratung zu Arzneimittel- und Gesundheitsfragen. Bei Patienten, die nicht mehr so mobil sind, wie sie es gerne wären, werden die benötigten Medika- mente bis zu 60.000 Mal am Tag bis ans Krankenbett gebracht. Gerade jetzt in der aktuellen Corona- Pandemie haben Apotheken vor Ort ent- scheidende Leistungen zur Pandemie- bewältigung bürgernah, kompetent und

AKWL Mitteilungs blatt 02-2022 / 7

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